Pharmahersteller

Mylan: Meda hat die Nase vorn Patrick Hollstein, 05.04.2016 09:06 Uhr

Berlin - Bei Meda ist ein Jahr nach der Übernahme von Rottapharm/Madaus Ruhe eingekehrt, schon steht die nächste Generalüberholung ins Haus. Der US-Generikakonzern Mylan will den schwedischen Hersteller übernehmen. Im zweiten Quartal sollen die Aktionäre ausbezahlt werden, im dritten Quartal soll der Deal unter Dach und Fach sein. In Deutschland stehen die Chancen nicht schlecht, dass Meda bei der Integration im Lead ist.

Mylan zahlt 9,9 Milliarden US-Dollar für Meda; abzüglich der übernommenen Schulden hat der Deal ein Gesamtvolumen von 7,2 Milliarden Dollar. Alleine die Barabfindung lassen sich die Amerikaner, die auf der Flucht vor Teva ihren steuerlichen Hauptsitz im vergangenen Jahr in die Niederlande verlegt hatten, 5,7 Milliarden Dollar kosten. Der Rest wird in Aktien ausgezahlt.

Der US-Konzern macht zwei Drittel seines Umsatzes von 9,4 Milliarden Dollar mit Generika und 54 Prozent seines Geschäfts in Nordamerika. Meda ist zwar in 150 Ländern aktiv, aber vor allem in Europa zu Hause, wo 65 Prozent des Umsatzes von zuletzt 2,3 Milliarden Dollar eingefahren wurden. Der Konzern hat ein breites Sortiment in den Therapiegebieten Allergie, Atemwege, Dermatologie, Orthopädie, Gynäkologie, Kardiologie, Neurologie, Urologie und Phytopharmaka. Seit der Rottapharm-Übernahme macht die Selbstmedikation 38 Prozent des Umsatzes aus – künftig summieren sich die Erlöse alleine in diesem Bereich weltweit auf mehr als eine Milliarde Dollar.

In Deutschland ist Meda deutlich größer als Mylan. Rund 220 Millionen Euro erlöst der schwedische Konzern hierzulande, entsprechend rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes. Davon entfallen 160 Millionen Euro auf Rx-Spezialpräparate wie Dymista und Elidel und 60 Millionen Euro auf OTC-Marken wie Dona, Sagella und CB12.

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