OTC-Hersteller

Meda kauft Rottapharm für 2,3 Milliarden Euro Franziska Gerhardt, 31.07.2014 10:47 Uhr

Berlin - Der schwedische Hersteller Meda hat angekündigt, den italienischen Konzern Rottapharm-Madaus zu übernehmen. Der Kaufpreis liegt den Angaben zufolge bei 21,2 Milliarden Schwedischen Kronen (rund 2,3 Milliarden Euro). Mit dem Erwerb will Meda sein Portfolio verbreitern und die Expansion in Entwicklungsmärkte ausbauen.

Meda wird 1,66 Milliarden Euro in bar, 30 Millionen Aktienanteile im Wert von rund 360 Millionen Euro sowie im Januar 2017 rund 280 Millionen Euro für das Unternehmen um Gründer Professor Dr. Luigi Rovati bezahlen. Das Geschäft soll im vierten Quartal 2014 abgeschlossen sein, wenn die zuständigen Kartellbehörden zugestimmt haben. Die Rovati-Familie wird nach der Übernahme 9 Prozent an Meda halten.

Bei dem börsennotierten Pharmakonzern mit Sitz in Solna bei Stockholm rechnet man dank der Übernahme mit Kostensynergien im Wert von rund 98 Millionen Euro jährlich. Der Effekt werde 2016 im vollen Maße eintreten, hieß es. Das Kaufangebot für Rottapharm-Madaus kommt nur drei Monate, nachdem Meda selbst eine milliardenschwere Übernahmeofferte des US-Generikakonzerns Mylan abgelehnt hatte.

„Der Kauf von Rottapharm ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel, unser Unternehmen zu stärken“, sagte Meda-Chef Dr. Jörg-Thomas Dierks. Rottapharm nehme eine führende Position im OTC-Markt ein, in den Meda zukünftig verstärkt investieren wolle. Dierks ist gebürtiger Bad Kreuznacher und leitet Meda seit Oktober 2013.

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