Pharmahersteller

Meda: Überleben, Säen, Ernten Patrick Hollstein, 14.10.2013 10:38 Uhr

Berlin - „Überleben, Etablieren, Entwickeln“: Das schwedische Pharmaunternehmen Meda hat seine eigene Geschichte in den vergangenen zwölf Jahren in verschiedene Etappen gegliedert. Nachdem der einstige Lohnhersteller und Reimporteur bereits vor dem Aus stand, rangiert der mittlerweile weltweit tätige Konzern heute auf Rang 48 der Pharmabranche. Die kommenden Jahre hat das Management unter das Motto „Ernten“ gestellt.

Die wechselvolle Geschichte von Meda reicht bis ins Jahr 1954 zurück. Gegründet wird das Unternehmen vom mittlerweile zu Phoenix gehörenden Pharmagroßhändler ADA. Zusammen mit der heutigen Pfizer-Tochter Pharmacia werden Meda und ADA 1989 mit dem staatlichen Lebensmittelkonzern Procordia und dem Autokonzern Volvo verschmolzen.

Schon zwei Jahre später wird Meda aus dem Konglomerat wieder heraus gelöst. Doch auch nach dem Börsengang im Jahr 1995 kommt das Geschäft als Lohnhersteller nicht recht voran. 1998 wird Anders Lönner in den Vorstand geholt – der ehemalige Astra-Manager hat gerade für ein Biotech-Unternehmen zwei Großaufträge in weniger als einem Jahr an Land gezogen und soll jetzt seine Kontakte für Meda spielen lassen.

Doch Lönner hat zu dieser Zeit Probleme. Astra räumt nach einem Skandal in den USA mit dem alten Management auf – Lönner wird vorgeworfen, Geld veruntreut zu haben. Anfang 1999 wird er wegen schweren Betrugs zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt – seinen Job bei Meda ist er los. Doch schon wenige Monate später kann er sich im Berufungsverfahren rehabilitieren – am Ende bekommt er sogar eine kräftige Entschädigu

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