Schmerztherapie

Grünenthal übernimmt Qutenza APOTHEKE ADHOC, 08.11.2018 11:55 Uhr

Berlin - Grünenthal setzt die Wachstumsstrategie konsequent fort. Das Unternehmen mit Sitz in Aachen hat die globalen Rechte für das Schmerzmittel Qutenza (Capsaicin) vom US-Konzern Acorda Therapeutics erworben.

Grünenthal ist nun der weltweite Alleininhaber von Qutenza. Bereits im Dezember 2016 hatte das Unternehmen die exklusiven Kommerzialisierungsrechte für Europa, den Nahen Osten und Afrika erworben. Nun zählen auch die USA, Lateinamerika, Asien und Australien zum Hoheitsgebiet. In Regionen, in denen das Unternehmen jedoch keine eigene Vermarktungsgesellschaft hat wie Asien und Australien, sollen Partner gewonnen oder Qutenza auslizenziert werden.

Qutenza ist ein kutanes Pflaster. In den USA ist das Produkt zur Behandlung neuropathischer Schmerzen im Zusammenhang mit postherpetischer Neuralgie zugelassen. Eine einmalige einstündige Anwendung des Pflasters könne eine Linderung der Schmerzen in Folge einer Gürtelrose für mindestens drei Monate erreichen. Außerdem hält Qutenza eine EU-Zulassung für die Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen entweder allein oder in Kombination mit anderen Schmerzmitteln.

Die Anwendung sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Das Pflaster mit 8 Prozent Capsaicin sollte auf die vom Arzt ermittelten und markierten schmerzhaften unverletzten und trockenen Hautareale aufgeklebt werden. Maximal dürfen vier Pflaster angewendet werden. Die Verweildauer richtet sich nach dem Hautareal. Wird das Pflaster zur Behandlung HIV-assoziierter Neuropathie oder schmerzhafter diabetischer Neuropathie angewendet, sollte es 30 Minuten auf der Hautstelle verbleiben, auf anderen Arealen ist eine Verweildauer von 60 Minuten möglich. Treten die Schmerzen erneut auf, kann die Behandlung nach 90 Tagen wiederholt werden. Vor der Applikation von Qutenza kann das Hautareal mit eine topischen Anästhetikum behandelt werden. Auch eine Therapie mit einem oralen Schmerzmittel ist möglich.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

eRezept-Studie

Knappe Mehrheit der Apotheker lehnt eRezept ab»

eRezept-Studie von Dr. Kaske

Hersteller begrüßen direkten Draht in die Praxis»

Hauptversammlung

DSW: Keine Entlastung für Bayer-Vorstand»
Politik

Wechsel im Spahn Ministerium

BMG: Finanzexperte wird Staatssekretär»

Apothekensterben

Senat zählt Bremer Apotheken»

Kassenreform

Koalition: Gegenwind für Spahns Gesetz»
Internationales

Wettbewerbsbehörde

Frankreich: Versandhandel soll Apotheken retten»

Opioid-Epidemie

Schmerzmittel gegen Sex: Großrazzien bei Ärzten und Apothekern»

Schweiz

Zu teuer: Apotheken verweigern Abgabe von Harvoni»
Pharmazie

Sartane

In zwei Jahren: Maximal 0,03 ppm NDMA und NDEA»

Lieferengpass

Erwinase: Voraussichtlich ab Mitte Mai wieder lieferbar»

Obstipation

Abführ-Perlen: Aus Laxoberal wird Dulcolax»
Panorama

Studie

Immer mehr Menschen wegen psychischer Krankheit berufsunfähig»

Täter fordert Geld und Kondome

Zwei Schüsse auf Apotheker»

Abrechnungszentrum

Noventi erklärt Studenten die Rezeptabrechnung»
Apothekenpraxis

Apothekensterben

Studie: eRezept killt 7000 Apotheken»

PEI-Erhebung

Impfstoffmangel ist Alltag in Apotheken»

Lieferengpässe

Valsartan-Generika: Alles defekt»
PTA Live

Versicherungsschutz

Was tun bei einem Arbeitsunfall?»

LABOR-Debatte

Partnerschaften am Arbeitsplatz: Kann das gut gehen?»

Heilpflanzen im Frühjahr

Löwenzahn, die Pflanze der tausend Namen»
Erkältungs-Tipps

Zoonose

Wenn der Hund Schnupfen hat»

Erkältungstipps

Dampfinhalation – Mehr als nur heiße Luft»

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Der typische Erkältungsverlauf»
Magen-Darm & Co.

Magen-Darm-Beschwerden

Bauchschmerzen bei Kindern: Was steckt dahinter?»

Richtig rollen

Rollkur bei Gastritis»

Iberis amara

Bitterstoffe: Zeit für ein Comeback»