RKI entwarnt

RSV: „Die Welle ist vorbei“

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Berlin -

Die RSV-Welle gilt in Deutschland als beendet, das Robert Koch-Institut (RKI) entwarnt noch vor Mai. Insgesamt dauerte sie 14 Wochen. Laut RKI-Wochenbericht wird das Geschehen bei den akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) aktuell durch Erkältungsviren wie Rhinoviren bestimmt.

Laut dem aktuellen RKI-Wochenbericht endete die Welle der Respiratorischen Synzytialviren (RSV) nach 14 Wochen Mitte April. Die RSV-Last im Abwasser ist laut dem Bericht in den letzten Wochen kontinuierlich gesunken. Auch die Werte der Influenza-Viruslast im Abwasser blieben niedrig, ebenso die Sars-CoV-2-Last.

Vorrangig zirkulieren Erkältungsviren

Insgesamt werde seit einigen Wochen eine niedrige ARE-Aktivität beobachtet, so das RKI. Das Geschehen werde durch Erkältungsviren bestimmt. So zirkulierten zuletzt vorwiegend Rhinoviren, welche in 47 Prozent der Proben detektiert wurden. Gefolgt von Parainfluenzaviren mit 13 Prozent Anteil und Adenoviren mit 11 Prozent. RSV wurde nur noch in 2 Prozent der Proben nachgewiesen.

RSV ist weltweit verbreitet und kann akute Atemwegserkrankungen auslösen. Diese treten in der Regel im Herbst und Winter gehäuft auf. Bis zum Ende des 2. Lebensjahres haben fast alle Kinder eine RSV-Infektion durchgemacht. Das Problem: Insbesondere Frühgeborene und Säuglinge mit bestimmten Grunderkrankungen, sowie Erwachsene ab einem Alter von 75 Jahren und ältere Erwachsene mit bestimmten Grundkrankheiten haben ein erhöhtes Risiko, schwer an RSV-Infektionen zu erkranken.

Wer sollte geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt allen Personen ab 75 Jahren eine einmalige RSV-Impfung als Standardimpfung. Diese sollte möglichst vor der RSV-Saison, sprich idealerweise im September oder Anfang Oktober erfolgen.

Außerdem wird Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren die Impfung empfohlen, wenn eine schwere Form bestimmter Grunderkrankungen vorliegt.

Zudem empfiehlt die Stiko für alle Neugeborenen und Säuglinge eine Prophylaxe zum Schutz vor schweren Atemwegsinfektionen durch RSV. Säuglinge, die zwischen April und September geboren sind, sollen Nirsevimab möglichst im Herbst vor Beginn ihrer ersten RSV-Saison erhalten. Neugeborene, die während der RSV-Saison geboren werden, sollen möglichst rasch nach der Geburt immunisiert werden.

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