Teva/Ratiopharm

Ein Schweizer kommt nach Ulm APOTHEKE ADHOC, 22.06.2017 17:23 Uhr

Berlin - Teva braucht einen neuen Deutschlandchef. Dr. Markus Leyck Dieken hat den Posten abgegeben und ist zum Mutterkonzern gewechselt. Einstweilen übernimmt der europäische Generikachef Christoph Stoller in Ulm die Führung.

Stoller war 2008 als Landeschef in der Schweiz zu Teva gekommen und 2011 zur Europazentrale gewechselt. In Amsterdam war er zuletzt als Chief Operating Officer (COO) für das gesamte europäische Generikageschäft zuständig. Der Schweizer hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen. Ab sofort wird er  für die gesamten Marketing- und Vertriebsaktivitäten in Deutschland und Österreich zuständig sein. Deutschland ist der größte Markt für Teva in Europa und der zweitgrößte aus globaler Sicht.

Leyck Dieken war Ende 2012 zu Teva gekommen, der Mediziner kam von der Biotechfirma InterMune und hatte zuvor das Europageschäft von Novartis Vaccines sowie das Deutschlandgeschäft von Novo Nordisk geleitet. Zunächst betreute er in Berlin den Bereich der Originalprodukte, im August 2013 übernahm er in Ulm die Verantwortung für das komplette Geschäft in Deutschland und Österreich.

Nun wurde er von der Konzernführung zum Globalverantwortlichen für das Therapiegebiet ZNS ernannt. Zum Bereich, den er von den USA aus betreut, gehört das MS-Medikament Copaxone (Glatirameracetat), das trotz Patentablauf das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns ist. Auch für das neue Medikament Austedo (Deutetrabenazin) und die Moleküle Fremanezumab, Fasinumab und Pridopidine wird er verantwortlich sein.

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