Generikahersteller

Devatis: Deutschlandchef und Wachstumspläne

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Berlin -

Den Generikahersteller Devatis kennen viele Apotheken als Rabattpartner. Jetzt hat der türkische Mutterkonzern Deva Holding mit Tom Philuk einen Deutschlandchef eingestellt, der das Geschäft breiter aufstellen soll.

Philuk kennt die Generikabranche bestens, er hatte nach seinem Berufseinstieg bei L‘Oréal im Vertrieb von Hexal und TAD sowie als Deutschlandchef von Accord und zuletzt als Head of Sales and Marketing bei Dexcel gearbeitet.

Jetzt soll er Devatis im deutschen Markt positionieren. Der Mutterkonzern ist entschlossen, Devatis in die nächste Wachstumsphase zu bringen. Das Unternehmen ist seit 2014 hierzulande aktiv, aktuell gibt es 14 Produkte und eine Vielzahl an Verträgen mit Krankenkassen. Schwerpunkte sind die Indikationen Onkologie mit Imatinib und ZNS. Der Umsatz liegt bei rund 10 Millionen Euro.

Die Firma sitzt in Lörrach an der schweizerischen Grenze, einen Deutschlandchef gab es bislang aber nicht. Die Geschäftsführung übernahmen die Manager des Mutterkonzerns gemeinschaftlich mit Beratern, die Auslieferung wird über Auftragslogistiker abgewickelt.

Aktuell ist Philuk dabei, einen Business-Plan für die kommenden Jahre auszuarbeiten. Devatis ist fest entschlossen den eingeschlagenen Weg weiter fortzuführen und das Wachstum weiter voranzutreiben. „Wir wollen uns bei Ärzten und Apothekern einen Namen machen“, sagt er. Dazu gehört für ihn auch, den Service in Richtung Apotheke zu intensivieren. Den Aufbau eines eigenen Aussendienst schließt er dabei nicht aus.

Deva wurde 1958 gegründet und gehört seit 2006 mehrheitlich zur Firmengruppe East Pharma. Das Unternehmen ist eines der führenden Pharmaunternehmen der Türkei und exportiert Arzneimittel und Wirkstoffe in mehr als 50 Länder, auch in die USA. Vor allem in Osteuropa ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren gewachsen, Aktivitäten gibt es auch in der Schweiz.

Nach dem Prinzip: „Alles aus einer Hand“ verspricht Deva, Transparenz, Qualität und Liefersicherheit zu gewährleisten. An vier Standorten in der Türkei werden Darreichungsformen entwickelt und knapp 600 Millionen Einheiten pro Jahr produziert .Außerdem gehört das größte Pharma-Logistikzentrum der Türkei zur Gruppe.

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