Sanacorp verschickte massenhaft Kundendaten

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Berlin - Bei der Sanacorp ist es in der Vertriebsregion Hamburg/Bad Segeberg zu einer gewaltigen Datenpanne gekommen. Beim Versand einer Seminareinladung wurden versehentlich sensible Kundendaten in großem Umfang an die Apotheken verschickt. Die Zentrale des Großhändlers in Planegg hat den Vorfall bestätigt, sich bei den Kunden entschuldigt und Maßnahmen ergriffen, um solche Pannen künftig zu vermeiden.

Eigentlich sollten die Sanacorp-Kunden im Norden nur die Einladung zu einem Seminar erhalten. Doch beim Versand wurde versehentlich nicht nur die Faxnummer, sondern offenbar die komplette Datenbank des Mitarbeiters angehängt, eine Tabelle mit rund 70 Seiten.

Diese enthält umfangreiche Informationen zu den Apotheken, die der Großhändler beliefert: Name und Anschrift der Apotheke, persönliche Daten des Inhabers, aber auch den absoluten und kumulierten Umsatz sowie Packungszahlen nach Monat und Jahr. Hinterlegt ist zudem, ob die Sanacorp Erst-, Zweit-, oder Drittlieferant ist. Auf einer vierstufigen Skala ist schließlich das „Potenzial“ der Apotheke mit Bezug auf den Umsatz vermerkt.

Die Sanacorp-Kunden können aber noch mehr über ihre Kollegen erfahren – und umgekehrt: In der Tabelle finden sich die BtM-Nummer, der IMS-Kreis und die Partner-ID, ferner diverse Angaben zum Verhältnis innerhalb der Genossenschaft: Wie viele Anteile der Inhaber gezeichnet hat oder ob er Mitglied des Aufsichtsrats oder Beirats ist oder nur einfaches Mitglied der Genossenschaft. Auch der Dividendenanteil wird ausgegeben. Außerdem gibt es für den Außendienst relevante Informationen, etwa zur Akquise oder dem letzten Besuchstermin.

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