Parken nur für Apothekenkunden!

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Berlin -

Vor der Apotheke hat sich schon ein kleine Menschentraube gebildet, als zwei Polizisten den Inhaber abführen. Er lächelt zwar etwas verwirrt, bestreitet aber nicht, das Auto mit Diethylether übergossen und in Brand gesteckt zu haben. Warum? Weil der nunmehr autolose Nichtkunde zum wiederholten Mal den Kundenparkplatz der Apotheke benutzt hat. Und irgendwann reicht es halt.

Fast jede Apotheke kennt das Problem: Aufwändige Flyer gestaltet und verteilt, samstags länger geöffnet, besondere Beratungsaktionen – und dennoch bleiben die Kunden aus. Weil sie keinen Parkplatz finden. Die privaten Flächen der Apotheke werden von Anwohnern, Marktbesuchern oder Lieferanten zugestellt und der Patient fährt verärgert weiter.

Fast jeder Apotheker (und manche Apothekerin) kennt daher solche Gewaltphantasien mit brennenden Autos oder 10 kg TNT, Bulldozern und Monstertrucks, oder zumindest einer großen Portion Vogelfutter auf dem Dach. Mit Selbstjustiz sollte der Pharmazeut dennoch zurückhaltend sein. Selbst das Anketten oder Zuparken eines Falschparkers kann Ärger geben.

Doch Rachsüchtigen wird schon etwas einfallen. Was zum Beispiel geht: Die Mutter mit dem fieberkranken Kind bitten, nach dem Verlassen der Apotheke kurz den Türgriff des störenden Autos zu streicheln. So erhält der Fahrzeughalter mittelfristig die Berechtigung, den Kundenparkplatz zu benutzen.

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