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Dr. Fischer und seine Piranhas

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Berlin -

Der Aufstieg des Mediziners und Betriebswirts Dr. Clemens Fischer ist für viele ein Phänomen. Auch der Bayerische Rundfunk (BR) ist auf den Inhaber von Pharma FGP aufmerksam geworden und hat ihn am Firmenstandort in Gräfelfing bei München besucht. Zwischen Piranhas und Packungsdesign verrät er seine Erfolgsformel.

Der knapp dreiminütige Nachrichtenbeitrag startet mit einem Blick auf ein Piranha-Becken. Hinter dem Aquarium ist ein Besprechungszimmer von Dr. Fischer. Im Angesicht des Piranja-Beckens entstünden die Ideen für ein Milliardenunternehmen, heißt es. Der Macher: Fischer.

Zunächst will die Reporterin wissen, was ihn antreibt: „Dass ich eigentlich noch viel schneller sein muss und ich denke eigentlich mehr so in der Zukunft. Was ist der nächste Schritt? Wo geht die Reise hin? Versus was habe ich erreicht. Das zählt eigentlich heute schon nicht mehr“, sagt er. Im Anschluss erfolgt eine kurze Beschreibung seiner Ausbildung: Promovierter Mediziner, diplomierter Betriebsökonom, Masterabschluss in Harvard. „Da ist Fischer gerade 30.“

Im Anschluss wird gefragt, wann er seine erste Million zusammen hatte. „Mit circa 30“, antwortet Fischer sichtlich stolz. „Und was haben sie damit gemacht?“, will die Reporterin wissen. „Wieder investiert in neue Erfahrungen und neue Projekte“, sagt er kurz. Während eines Rundgangs durch die Zentrale wird seine Firma kurz erklärt. Auch seine Geschäftspartnerin, die Juristin Madlena Hohlefelder, wird vorgestellt.

30 rezeptfreie Arzneimittel habe die Firma auf dem Markt, heißt es weiter. Aushängeschild war bei Veröffentlichung im Februar demnach Kijiema gegen Reizdarm, mit Zulassungen in ganz Europa und den USA. Außerdem gebe es Präparate gegen Hautrötungen, Schwindel, Erkältung. Fischers Kapital sei, dass er nach traditionellen Wirkstoffen, die die Konkurrenz bislang wenig interessierten, suche. Verborgene Schätze nennt er sie.

Auch den Diätdrink Yokebe habe er entwickelt und im vergangenen Jahr verkauft – für mehr als 150 Millionen Euro. Der Durchschnitt habe bei Fischer schon verloren, heißt es weiter. „Je höher das Risiko, desto höher der Return. Das stimmt wirklich. Aber man kann auch viele Sicherungsmechanismen einbauen. Wer sich selbstständig machen will, muss ein Risiko eingehen. Aus. Amen“, betont er.

Dann wird es privat: „Meine Mutter war alleinerziehend. Wir hatten damals nicht einmal die Fahrkarte nach München und mussten das immer zusammenkämpfen. Aber nichtsdestotrotz ist das glaube ich die beste Ausbildung und Lehre im Leben, die man haben kann. Nicht Sachen vorgesetzt zu bekommen, sondern für jede einzelne zu kämpfen.“ Heute ist Fischer selbst millionenschwer. Den Hubschrauber auf seinem Schreibtisch hat er nicht nur als Modell.

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