Sanacorp zahlt Aktionäre aus

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Berlin -

Die Sanacorp will von der Börse. Die Genossenschaft bietet den Aktionären pro Vorzugsaktie 25,99 Euro an. Darin ist die geplante Dividendenausschüttung von 99 Cent aus 2015 enthalten. Grund für den Ausstieg sind laut Unternehmensangaben bevorstehende Kostenerhöhungen. Damit könnte der Pharmagroßhändler aus München bald komplett den Apothekern gehören.

Bereits vor zwei Jahren war das Unternehmen vom regulierten Markt in den Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse gewechselt, wo weniger strenge Regeln Pflichten gelten. Vorstand und Aufsichtsrat der Sanacorp AG haben jetzt beschlossen, die Vorzugsaktien aus dem Freiverkehr zu nehmen. Der Deutschen Börse wurde ein Kündigungsschreiben übermittelt. Die Frist endet am 14. Juni.

Der Angebotspreis von 25,99 Euro sei ein fairer Verkaufswert, sagt Florian Meilinger, der bei der Sanacorp für Investor Relations verantwortlich ist. Aktionäre die bis dahin nicht verkaufen, erhalten weiterhin die Dividende und können an Hauptversammlungen teilnehmen.

Die Sanacorp will mit dem Ausstieg bevorstehende Kostenerhöhungen angesichts der erweiterten Transparenzpflichten der am 3. Juli 2016 in Kraft tretenden EU-Marktmissbrauchsverordnung vermeiden. Mit der Entscheidung will die AG den künftigen Verwaltungs- und Kostenaufwand reduzieren.

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