Bosch entwickelt Corona-Schnelltest

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Berlin - Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat seine Produktion in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise weitgehend heruntergefahren. Betroffen seien rund 35 Standorte der Mobilitätssparte sowie diverse Zentralbereiche, teilte der Konzern mit. Die kleine Sparte Medizintechnik arbeitet hingegen im vollen Umfang – hier wird ein Schnelltest für das aktuelle Coronavirus entwickelt.

Ergebnis direkt vor Ort unter drei Stunden

Bosch Healthcare Solutions hat nach eigenen Aussagen gemeinsam mit Randox Laboratories einen der weltweit ersten vollautomatisierten, molekulardiagnostischen Tests entwickelt, der in unter drei Stunden zuverlässige Ergebnisse liefert. Das Unternehmen betont, dass der Test ein Ergebnis schnell und ohne Transportwege liefern kann – die Proben werden in ein Gerät gesteckt, welches vor Ort aufgestellt werden kann. Somit könne Zeit und Geld eingespart werden.

Bosch will Schnelligkeit und Zuverlässigkeit gewährleisten

Derzeit entwickeln mehrere Unternehmen Corona-Schnelltests. Sie stehen immer wieder in der Kritik, da sie zum Teil ungenaue Messergebnisse liefern. Die Rate an falsch-negativen Ergebnissen könnte problematisch bei der Eindämmung des Virus werden. Bosch gibt an, dass das entwickelte System in diversen Labortests Ergebnisse mit einer Genauigkeit von mehr als 95 Prozent erzielt werden konnten. „Der Schnelltest erfüllt die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation WHO“, heißt es in einer Mitteilung von Bosch.

„Mit dem Covid-19-Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Infizierte Patienten können schneller identifiziert und isoliert werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende Volkmar Denner: „Im Kampf gegen das Virus ist Zeit einer der entscheidenden Faktoren. Eine zuverlässige, schnelle Diagnose direkt vor Ort ohne Umwege – das ist der große Vorteil unserer Lösung.“ Das Analysegerät mit dem Namen Vivalytic ist für den Einsatz in Kliniken und Praxen vorgesehen. Ein Einsatz in der Apotheke ist rechtlich nicht möglich, da ein Abstrich gemacht werden muss – die Probennahme und Analyse muss durch medizinisches Personal erfolgen.

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