Schweiz

Impfung in Apotheken immer beliebter

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Während der letztjähriger Impfsaison- zwischen Anfang Oktober 2016 bis Ende Januar 2017 – wurden den Angaben des Verbandes in den Apotheken 7258 Grippeimpfungen durchgeführt und elektronisch in der Online-Datenbank phS registriert. Diese Zahlen umfassen dabei nur 15 Kantone, da in den Kantonen Luzern, Nidwalden und Zug das Impfen erst später erlaubt wurde.

Die Nachfrage nach der Grippeimpfung sei diese Saison allerdings deutlich höher. Genaue Auswertungen würden zwar noch nicht vorliegen, Pharmasuisse geht aber davon aus, dass sich die Zahl der Geimpften mindestens verdoppeln wird. Ohne ärztliches Rezept und ohne Voranmeldung bieten zurzeit insgesamt 404 Apotheken die Grippeimpfung an. Eine nächste große Nachfrage wird im Frühling für die Impfung gegen FSME erwartet.

Die Impfung in Apotheken wird vor allem in den Reihen der Ärzteschaft durchaus kritisch gesehen. Beim Berner Verein der Haus- und Kinderärzte blickt man der Neuerung mit gemischten Gefühlen entgegen. „Es ist ein zweischneidiges Schwert“, sagte Vizepräsident Stefan Roth der Zeitung „Der Bund“. Einerseits begrüßte er es, wenn mit der Impfung in der Apotheke eine bessere Durchimpfung erreicht wird. Andererseits befürchtet der Verband eine Verschärfung des Tarifstreits mit den Krankenkassen, wenn die gleiche Leistung in der Apotheke billiger angeboten wird.

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