Die dritte Megaallianz

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Berlin - In den USA geht die Vertikalisierung Schlag auf Schlag: Nach AmerisourceBergen und McKesson hat jetzt innerhalb weniger Monate auch der dritte Großhändler einen Partner für den Einkauf gefunden. Cardinal Health gründet gemeinsam mit CVS Caremark ein Joint Venture, das schon ab Juli kommenden Jahres für beide Unternehmen mit den Generikaherstellern verhandeln soll. Damit ist der Markt verteilt, die Karten werden neu gemischt.

Das Joint Venture ist zunächst auf zehn Jahre angelegt. Der Großhändler zahlt dem Kettenkonzern pro Quartal 25 Millionen Dollar. „Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, unsere Führungsrolle bei der Steuerung des dynamischen US-Generikamarktes zu behalten“, so CVS-Chef Larry J. Merlo.

„Mit unserem kombinierten Volumen und unseren gemeinsamen Möglichkeiten werden wir innovative Einkaufsstrategien mit den Generikaanbietern entwickeln und die Synergien in unserer Lieferkette verbessern.“

CVS Caremark erwirtschaftet einen Umsatz von 120 Milliarden US-Dollar. Zum Konzern gehören die Apothekenkette CVS mit 7600 Filialen und der Praxiskette Minute Clinic mit 750 Einrichtungen. Noch im Sommer hatte es Medienberichte gegeben, dass CVS mit Celesio in Gesprächen über einen gemeinsamen Einkauf sei.

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