Apothekenkette

Boots: Todesfälle wegen Personalmangel? APOTHEKE ADHOC, 12.01.2018 14:22 Uhr

Berlin - Personelle Engpässe und massiver Druck auf die Mitarbeiter in Filialen der britischen Apothekenkette Boots könnten zu Todesfällen wegen Fehldosierungen beigetragen haben. Das hat die BBC in einer Dokumentation enthüllt. Mittlerweile habe man zusätzlich in Personal und damit die Sicherheit investiert, kontert der Konzern.

Greg Lawton arbeitete zwischen 2008 und 2015 für Boots. Zuletzt war er Teil eines Personalplanungsteams. Sein Wissen über die tatsächliche Mitarbeiterausstattung in den Filialen habe ihm schlaflose Nächte beschert, sagte Lawton in der BBC-Sendung „Inside Out“. Im Jahr 2012 nahm er auf Anordnung der Konzernzentrale die Filialen mit den höchsten Abgabefehlern unter die Lupe. „Wir sprachen mit den Apothekenangestellten, Filial- und Gebietsleitern, sie sagten, dass Unterbesetzung hier absolut ein Thema war.“

Zwischen Mai 2012 und November 2013 starben drei Senioren, weil das zuständige Personal sich nachweislich nicht an die Sicherheitsrichtlinien der Kette gehalten hatte. So erhielt etwa Arlene Devereaux (71) im November 2012 in ihrer Boots-Filiale Morphintabletten in einer sechsmal höheren Konzentration als vom Arzt verordnet. Douglas Lamond (86) kam ein halbes Jahr zuvor ums Leben, weil er versehentlich Medikamente eines anderen Patienten erhalten hatte.

Eine im März 2017 durchgeführte Untersuchung der Polizei ergab hier, dass die Mitarbeiter seiner sehr stark frequentierten Niederlassung in Felixstowe über starken Druck klagten. Sie hätten ihrem Gebietsleiter mehrmals mitgeteilt, ihnen stünde nicht genug Platz zur Verrichtung ihrer Arbeit zur Verfügung. Boots dagegen entgegnete, entsprechende Aufzeichnungen lägen nicht vor. Die Polizei sagte der BBC, die Kette habe die Herausgabe des internen Untersuchungsberichts verweigert. Boots dagegen betonte, man habe mit den Behörden kooperie

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