Gesundheitssystem NHS: May kontert Trump-Kritik

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Washington - US-Präsident Donald Trump und die mit den USA in einer „Special Relationship“ („Besonderen Beziehung“) stehende britische Premierministerin Theresa May sind erneut in Streit geraten. Trump hatte in einem Twitter-Eintrag das staatlich organisierte britische Gesundheitssystem NHS (National Health Service) als Beispiel dafür angeführt, dass allgemeine, staatliche Gesundheitsversorgungssysteme nicht funktionieren können. Am Wochenende hatte es in Großbritannien Proteste gegen Kürzungen beim steuerfinanzierten NHS gegeben.

Theresa May reagierte prompt: „Die Premierministerin ist stolz darauf, einen Gesundheitsservice zu haben, der kostenlos Leistungen anbietet“, ließ May über einen Sprecher der Downing Street ausrichten. Ihr Gesundheitsminister Jeremy Hunt wurde noch deutlicher: „Ich bin stolz darauf, aus dem Land zu kommen, das die universelle Versorgung erfunden hat – wo jeder versorgt wird, egal wie groß sein Bankkonto ist“, schrieb Hunt auf Twitter.

Der NHS gilt in Großbritannien als Teil des Nationalstolzes und Angriffe dagegen gelten parteiübergreifend als unerwünscht. Allerdings liegt auch Hunt falsch: Der NHS wurde 1948 eingeführt. In anderen Ländern, darunter Deutschland, gab es gesetzliche
Krankenversicherungssysteme schon deutlich früher.

Trump und May hatten sich jüngst bereits über Twitter-Nachrichten des US-Präsidenten auseinandergesetzt, mit denen er sich hinter Rechtsradikale in Großbritannien gestellt hatte. Dafür hatte sich Trump später indirekt entschuldigt.

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