Keine Massagen in der Apotheke

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Berlin - Apotheke muss Apotheke sein, das gilt auch in Österreich. In Graz wollte ein Centerapotheker keine Wünsche offen lassen: In einem Beratungsraum sollten Kundengespräche, aber auch Sprechstunden und sogar Massagen stattfinden. Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) in Wien lehnte dies ab.

2013 hatte Ernst-Georg Stampfl gegenüber der Stadt Graz geplante Änderungen für seine Regenboden-Apotheke im Center West angezeigt. Er verstand sein Geschäft seit der Gründung 2002 als „Gesundheits- und Wohlfühlinsel“ und wollte einen Beratungsraum einrichten, in dem Unterauftragnehmer gewerblichen Nebentätigkeiten aufnehmen sollten.

Dazu zählte die Beratung zu Ernährungsthemen, Raucherentwöhnung, Mundhygiene und Darmgesundheit. Aber auch Hebammensprechstunden, eine „Hörwelt“ sowie ärztliche Beratung, Dermokosmetik, Massagen, Ayurveda und vieles mehr waren angedacht.

Die Stadt lehnte ab: Der 15 Quadratmeter große Beratungsraum sei zwar räumlich abgetrennt und die gesetzlich vorgeschriebene Mindestfläche von 120 Quadratmetern werde auch ohne ihn erreicht. Allerdings könnten die Kunden nur durch die Offizin zu dem mittig in der gesamten Apothekenanlage liegenden Raum gelangen. Eine solche Mischnutzung durch Apothekenfremde in nicht öffentlich zugänglichen Apothekenräumen sei unzulässig.

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