Coronavirus

Kein Scherz: 4711 und Melissengeist als Händedesinfektion

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Berlin -

Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind Mangelware. Die Regale in Apotheken sind leergefegt und Ethanol und Isopropanol für die Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind inzwischen ebenfalls schwer zu bekommen. Das Coronavirus bestimmt den Alltag, bislang wurden 130 Fälle in Deutschland identifiziert – auch in Nordrhein-Westfalen, dabei sollte das Bundesland dank „Kölnisch Wasser“ und „Klosterfrau Melissengeist“ doch bestens vorbereitet sein.

„Dufte Hygiene aus Köln: Warum jetzt 4711 die Welt retten kann“, titelt der „Express“. Das Echt Kölnisch Wasser könnte ein spektakuläres Comeback erleben. Der Alkoholgehalt liege bei etwa 85 Prozent, die Hände würden also desinfiziert.

Apotheker Geert Helmut Oortmann aus Braunschweig setzt mit Melissengeist auf die etwas andere Händedesinfektion. Die 13 Heilpflanzen sollen eigentlich für innere Ruhe, Wohlbefinden und einen guten Schlaf sorgen. Weil sämtliche Desinfektionsmittel in Apotheken und im Drogeriemarkt fast ausverkauft sind, könnte Melissengeist eine Alternative zur Desinfektion sein. Melissengeist als Handdesinfektion sei gut, günstig, rückfettend, zahlreich vorhanden und zwar überall – auch in der Drogerie und sogar beim Discounter, so der Apotheker.

Die Idee sei aus der Not heraus entstanden. „Melissengeist ist für uns eine Ersatzlösung und ist zur Anwendung auf der Haut zugelassen.“ Würde nicht alles verbraucht, sei das kein Problem. „Melissengeist ist dann auch trinkbar für die Goodbye-Corona-Party. In der Sache steckt Humor drin und nimmt den Hype ein bisschen weg.“

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