Berlin - Das Coronavirus verändert die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten. Die unsichtbare Gefahr setzt Ängste frei. Wissenschaftler erläutern die Hintergründe – und geben einen Tipp dafür, wie man die Nerven behält.

Wochenlang war das Coronavirus nur ein Thema in den Nachrichten. Es grassierte weit entfernt in einem anderen Teil der Welt. Es betraf einen nicht. In den letzten Tagen hat sich das geändert.

Jetzt weicht mancher vielleicht unwillkürlich einen Schritt zurück, wenn an der Bushaltestelle jemand hustet. Jede normale Grippewelle treffe mehr Menschen, hat es lange geheißen. Damit konnte man sich beruhigen. Aber jetzt ist zu hören, dass es bei Atemmasken Lieferengpässe gibt. Man will Desinfektionsgel kaufen und erfährt, dass es erst in drei Tagen wieder reinkommt. Der zwölfjährige Sohn kommt nach Hause und sagt: „Bei uns hat einer erzählt, dass wir bald wohl nicht mehr zur Schule müssen.“ Supermärkte melden Hamsterkäufe.

Gottesdienstbesucher sollen sich nicht mehr die Hand zum Friedensgruß geben. Messen und Turniere werden abgesagt, es steht die Frage im Raum, ob die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden können. In China stehen mehr als 50 Millionen Menschen unter Quarantäne, so viele wie noch nie zuvor in der Geschichte.

Professor Dr. Christian Drosten, Virologe und Institutsdirektor von der Berliner Charité, wehrt sich bei „Maybrit Illner“ gegen „aufgeregte Debatten“, hebt aber auch hervor: „Es geht nicht um eine normale saisonale Grippe, dieser Vergleich hinkt, sondern es geht um ein pandemisches Geschehen.“ Das habe es zum letzten Mal 1957 und 1968 gegeben. „Praktisch niemand kann sich mehr ernsthaft daran erinnern.“ Auf Nachfrage stellt er klar: „Es wird schlimm werden.“ Das lässt einen als Zuschauer schlucken. „Schlimm.“ Und das von einem nüchternen Wissenschaftler.

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