Das sind die aktuellen Phase-III-Impfstoffe

, Uhr

Berlin - Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VfA) zählt mittlerweile 214 Impfstoffprojekte zu Corona quer über den Globus. Dazu kommen noch zwölf bisher nicht gelistete Vorhaben, darunter sind auch Forschungsprojekte zweier deutscher Start-Ups. Auf der Zielgerade befinden sich aktuell zehn Impfstoffkandidaten – sie alle befinden sich in der entscheidenden Phase-III.

Zum Download

Der Impfstoffkandidat von Biontech/Pfizer, der aktuell noch den Namen BNT162b2 trägt, erhält die meiste Aufmerksamkeit. Die Unternehmen haben bekannt gegeben, dass der Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet. Der Antrag auf Zulassung soll in den USA jetzt gestellt werden. Auch in Europa wird eine Zulassung angestrebt. Teile des Zulassungsantrags wurden bereits im Rahmen einer „Rolling Submission“ vorgezogen bei der EMA eingereicht. Bei BNT162b2 handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-III-Studie läuft seit dem 27. Juli in folgenden Ländern: Amerika, Brasilien, Argentinien, Deutschland, Türkei und Südafrika. Inzwischen haben mehr als 43.500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen bekommen.

Der Impfstoff von AstraZeneca und der Oxford University befindet sich seit Ende Juni in der Phase-III. Diese wird in Brasilien und seit Anfang September auch in den USA durchgeführt. Der vorläufige Name des Impfstoffes lautet ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222). Der Vektorvirenimpfstoff basiert auf einem Adenovirus, der sich nicht in menschlichen Zellen replizieren kann. Auch hier wurden Teile des Zulassungsantrages bereits bei der EMA eingereicht. Mitte September musste die Studie kurzzeitig gestoppt werden, da ein Teilnehmer verstarb. Ende Oktober teilten die Unternehmen mit, dass der verstorbene Proband Teil der Placebogruppe war.

Das US-Unternehmen Moderna entwickelt einen mRNA-Impfstoff – der vorläufige Name mRNA-1273. Seit Ende Juli läuft die Phase-III-Studie in den USA. Moderna kündigt an, erste Teilanträge zur Zulassung bei der EMA zeitnah einzureichen. Dem Körper wird bei der Impfung nur der Bauplan für das Virusprotein verabreicht, keine Bestandteile des Erregers selbst. Dadurch soll ein entsprechendes Virusprotein hergestellt werden, welches bei Kontakt mit dem Immunsystem spezialisierte Antikörper produzieren soll. Die bisherigen Studienergebnisse zeigen, dass die Probanden nach der Impfung mehr Antikörper entwickeln, als Patienten mit überstandener Sars-CoV-2-Infektion.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
US-Staatsanwälte schreiben an Zuckerberg
Facebooks Umgang mit Impfgegnern»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»