Rezeptur

Wenn der Topitec ausfällt APOTHEKE ADHOC, 21.09.2018 15:10 Uhr

Berlin - Ohne Technik geht in der Apotheke heute nicht mehr viel. Es muss ja nicht gleich der Ausfall der EDV sein. In Menden im Sauerland hat der Topitec den Geist aufgegeben und dem Team der Heide-Apotheke klar gemacht, wie sehr man sich an die Automatisierung in der Rezeptur gewöhnt hat.

Drei Tagen geht nichts mehr, das elektronische Mischsystem will nicht mehr mischen. Für die PTA in der Apotheke heißt das: auf alte Tugenden besinnen und wieder alles selbst herstellen. Und dabei fällt schnell auf, was heute alles vom PC aus gesteuert wird – vom Rezeptprogramm bis zum Erstellen der Protokolle.

Es geht auch ohne und Inhaber Dr. Horst-Lothar Müller hat volles Vertrauen in die Kompetenz seiner Mitarbeiter. Schließlich werden auch eigene Rezepturen und Defekturen regelmäßig auf die herkömmliche Art hergestellt. Auch ein Topitec kann nicht alles.

Worin der Automat auf jeden Fall überlegen ist: schnelles Rühren. „2000 Umdrehungen pro Minute wird man mit einem PTA-Oberarm kaum simulieren können“, so Müller scherzhaft. Das habe natürlich Auswirkungen auf Verteilungshomogenität, Konsistenz und Viskosität der Rezeptur. Und das Umfüllen nach der Herstellung sei aus hygienischen Gründen auch nie ideal gewesen, da immer ein Restrisiko einer Kontamination bleibe. Der Automat fertigt die Rezeptur im Abgabegefäß.

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