Nach Haubold-Abgang: Unruhe beim ARZ Haan

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In dem offenen Brief der Angestellten der ARZ Service an den Aufsichtsrat wird das Engagement des Vorstands angezweifelt. Schon dass am Tag nach der Verkündung der Personalie und einen Tag vor dem bevorstehenden Abrechnungstermin niemand aus der Leitung im Haus gewesen sei, sorgt für Kritik. „Die Mitarbeiter bemängeln bereits seit geraumer Zeit das Interesse des Vorstandes an der Entwicklung, beziehungsweise des Fortbestehens der ARZ Service GmbH. Ob das der Kündigungsgrund zweier wichtiger, verantwortungsbewusster und langjähriger Mitarbeiter sein mag? Wir fordern den Aufsichtsrat auf, den Gründen dafür nachzugehen“, hießt es in dem offenen Brief, dessen Urheberschaft nicht bekannt ist.

Von einem seit zwei Jahren existierenden „vertrieblichen Trümmerfeld“ ist in dem Schreiben die die Rede. Nun würden zusätzlich die Produktion und die Softwareentwicklung geschwächt. Dabei stehe das Unternehmen mit der Einführung des E-Rezepts vor seiner größten Herausforderung. Die Mitarbeiter warnen davor, dass weitere Führungskräfte das Unternehmen verlassen könnten. Dem Vorstand müsse klar sein, dass dann die termingerechte Apothekenabrechnung gefährdet sei. Über die Folgen und das finanzielle Risiko mache sich die Konzernleitung aber anscheinend keine Gedanken. Deshalb bitten die Beschäftigten den Aufsichtsrat, am heutigen Vorstandsdialog teilzunehmen.

Dazu wird es allerdings nicht kommen. Preis sagte auf Nachfrage gegenüber APOTHEKE ADHOC: „Der Vorstand wird heute im Dialog mit den Mitarbeitern auch Fragen aus diesem Schreiben beantworten. Der Aufsichtsrat nimmt auf Grund anderer Verpflichtungen an der Veranstaltung nicht teil.“

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