Modernisierung: Touchscreens und Abholfächer | APOTHEKE ADHOC
Hohenzollern Apotheke

Modernisierung: Touchscreens und Abholfächer

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Berlin -

Zum 25. Jubiläum zeigt sich die Hohenzollern Apotheke in Münster in neuem Glanz. In einem sechswöchigen Umbau von Anfang Juli bis Mitte August wurde sie vergrößert und modernisiert. Kunden und Mitarbeiter sind zufrieden, berichten die Inhaber.

Im Februar hatten sich die Apothekeninhaber – Max und Peter Eberwein sowie Angelika Plassmann – entschlossen, die Apotheke umzubauen und zugleich zu modernisieren. „Nach 25 Jahren war die Investition an der Zeit, um uns modern und zeitgemäß zu präsentieren“, sagt Max Eberwein. Für den Umbau wurden die Sommerferien genutzt, da dort mit etwas weniger Kunden zu rechnen war. Die Mitarbeiter wurden früh informiert: „Wir haben außerdem einige ihrer Wünsche berücksichtigt“, so Eberwein.

Die Verkaufs- und Beratungsräume sowie der Keller wurden im laufenden Betrieb saniert. Darüber In den Verkaufs- und Arbeitsräumen wurde eine Akustikdecke eingezogen. Zudem wurde eine neue Belüftungsanlage installiert. „Die Mitarbeiter sagen, dass das Arbeiten nun viel angenehmer sei“, so Plassmann. Neu eingerichtet ist ein Bereich für pharmazeutische Beratungsgespräche. „Das ermöglicht mehr Diskretion für die Kunden.“

Die Hohenzollern Apotheke hat außerdem grundlegend modernisiert. Es wurde ein Kommissionierer angeschafft. Außerdem ist die Sichtwahl nun digital. „Damit sind wir in Münster die erste Apotheke“, sagt Eberwein. Er zählt Vorteile auf: „Die Sichtwahl ist dadurch pflegeleichter, es bleibt mehr Zeit für Beratungen. Die Kunden können sich die Packungen vergrößert anzeigen lassen.“ Unterstützend zur Beratung können die Apotheker Videos zu bestimmten Medikamenten abspielen. Die Bedienung der Touchscreens sei für Kunden wie Mitarbeiter unkompliziert: „Das System kennt man vom Smartphone.“

Darüber hinaus gibt es eine neue Notdienstanlage mit Abholfächern für Medikamente. Die Fächer sind 24 Stunden am Tag zugänglich. „Natürlich bieten wir weiterhin einen Botendienst an“, so Eberwein. Doch Kunden, die zur Lieferzeit nicht zu Hause sind, können alternativ bei der Bestellung in der Apotheke einen Code erhalten. Dieser Code öffnet eines der Abholfächer, aus denen dann die Arzneimittel entnommen werden können.

Am kommenden Mittwoch von 11 bis 18 Uhr sind Stammkunden, umliegende Ärzte und die Nachbarschaft eingeladen, sich die neuen Räumlichkeiten anzusehen. Der Apothekenbetrieb wird unterdessen weiterlaufen. Eberwein und Plassmann planen einen kleinen Sektempfang für die Gäste. „Wir wollen uns bei unseren Kunden bedanken, dass sie uns auch während der Baumaßnahmen treu geblieben sind“, erklärt Plassmann.

Etwa zweieinhalb Wochen hätten die Kunden der Hohenzollern Apotheke Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. „Es war deutlich lauter, staubig und die Räumlichkeiten waren nur eingeschränkt zugänglich“, berichtet Eberwein. „Es gab zum Beispiel nur zwei statt drei HV-Tische“, erklärt Plassmann. „Während dieser Zeit sah der Verkaufsraum eigentlich jeden Tag etwas anders aus.“

Zum Jahresende steht in der Hohenzoller Apotheke ein Generationswechsel an. Apothekengründer Peter Eberwein verlässt die Apotheke. Künftig wird sein Sohn Max Eberwein das Unternehmen zusammen mit Plassmann führen. Die Apothekerin leitete die Apotheke bereits seit 1998 zusammen mit Eberwein senior als OHG; der Sohn kam vor zwei Jahren als dritter Apothekenleiter hinzu.

Bereits im Frühjahr wurde ein neues Sterillabor für die Herstellung von Spezialarzneimitteln und Zytostatika in Betrieb genommen. Das Zyto-Labor hatte 600.000 Euro gekostet. Wie teuer der Apothekenumbau war, wollen die Inhaber nicht angeben.

Derzeit arbeiten 60 Angestellte für die Hohenzollern Apotheke am Ring sowie die Filiale, eine Center-Apotheke. Die Hohenzollern Apotheke im Marktkauf wurde erst 2010 eröffnet. Ein Umbau stehe dort daher vorerst nicht an, sagt Eberwein.

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