Apotheker akzeptiert Kryptowährung

/ , Uhr

Um diesen Service überhaupt anbieten zu können, musste aber eine elektronische Wallet, zu deutsch Brieftasche, in das EDV-System der Apotheke implementiert werden. „Das war gar nicht so einfach“, berichtet der Apotheker. Sein Software-Anbieter sei jedenfalls keine Hilfe gewesen. Dort habe man sofort abgewunken, als Neumann-Dudek anfragte, ob man ein entsprechendes Programm zur Verfügung stellen könne. Am Ende hat eine kleine Düsseldorfer Werbeagentur die benötigte elektronische Wallet programmiert.

Um zu bezahlen, braucht der Kunde ebenfalls eine mobile Wallet, die es als Smartphone-App gibt. Mithilfe eines QR-Code werde die Kryptoadresse der Apotheke an die mobile Wallet des Kunden übermittelt, erklärt Neumann-Dudek weiter. Dieser muss den passenden Betrag eingeben, der an die Apotheker transferiert wird. Dabei gilt der jeweilige Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses, basierend auf den Zahlen der Plattform Coinmarketcap. „Ich kann die Kryptowährung dann kumulieren oder an die Börse fließen lassen und dort in Euro transferieren“, so der Apotheker.

Seitens der Aufsicht erwartet er keine Einwände. „Aus finanzrechtlicher Sicht ist die Kryptowährung der normalen Währung gleichgestellt“, so der Apotheker. „Die Kammer kann mir ja auch nicht verbieten, Schweizer Franken anzunehmen. Wofür ich meine Ware abgebe, ist letztendlich meine Entscheidung.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Inhaber erklärt Lieferkonzept
Botendienst: Einmal pro Woche reicht »
Mehr aus Ressort
Beschränkungen für den Einzelhandel
Kein 2G für Apotheken »
Weiteres
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»