Eingeschneite Apotheken

Schneechaos: „Irgendein Großhändler kommt schon durch“ Carolin Ciulli, 10.01.2019 10:40 Uhr

Berlin - Im Alpenraum und im Erzgebirge herrscht Ausnahmezustand. Der starke Schneefall hält Räumdienste auf Trab, Schulen sind geschlossen und Straßen sowie Bahnstrecken gesperrt. Das Wetter bereitet auch Apotheken Schwierigkeiten. Großhandelslieferungen fallen aus, die Kunden kommen nur schwer in die Offizin. Inhaber und Mitarbeiter sehen es gelassen. Noch sei die Versorgung nicht in Gefahr. Doch es schneit weiter.

In Oberbayern ist man Schnee gewöhnt. Lieber ein richtiger Winter als gar keiner, sagt Apotheker Markus Bauer. Der Inhaber der Rieder´schen Alten Apotheke in Rosenheim ist momentan vor allem mit Schneeräumen beschäftigt. Die ganze Nacht hat es geschneit, ein Ende ist nicht absehbar. „Wir werden heute ständig Schneeschippen müssen.“ Viele Kunden erwartet er nicht. Auch manche Angestellten kamen angesichts der Wetterverhältnisse etwas später. „Das ist kein Drama.“

In Bad Tölz soll es heute den ganzen Tag schneien. Im kompletten Süden Bayerns herrscht Unwetterwarnung. Bauer bewertet die Situation noch als entspannt. „Die Leute hier sind Schnee gewohnt.“ In der Stadt sei die Lage nicht so schlimm wie in einem kleinen Dorf. Mit Arzneimitteln ist er versorgt. Eine Bevorratung angesichts der Schneeprognose plant er nicht. „Wir haben alles da.“ In der Nacht erreichte ihn wie geplant eine Großhandelslieferung. „Irgendein Großhändler kommt schon durch.“

Anders ist die Situation im Erzgebirge. In der Bären Apotheke im sächsischen Muldenhammer liegt der Schnee etwa einen Meter hoch. Die Apotheke liegt unweit der tschechischen Grenze. „Wir sind seit gestern eingeschneit“, sagt Inhaberin Kathrin Claus. „Die Lieferungen kommen nur schwer durch.“ Eine Tour sei ausgefallen, andere kommen später. „Die Großhändler bemühen sich.“

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