Seit einem Monate können Cannabisblüten nicht mehr zu Lasten der Kasse verordnet werden. Zigtausende Patientinnen und Patienten stehen unversorgt da. Ein Bündnis aus Herstellern, Apothekern und Organisationen lässt die Betroffenen im Rahmen einer Kampagne zu Wort kommen.
„Versorgung sichern“, lautet der Name der Initiative, in der sich Unternehmen, Verbände und Patientenorganisationen zusammengeschlossen haben. Gemeinsam will sie dafür einzustehen, dass die Versorgung mit Medizinalcannabis gesichert bleibt. Denn die im Zuge des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) neu geregelte Kostenerstattung von Medizinalcannabisblüten und -extrakten hat nach ihrer Schilderung zu einem regelrechten „Versorgungschaos“ geführt.
Tausende Patientinnen und Patienten, unter anderem mit schweren chronischen Schmerzen oder in der Palliativversorgung, seien aktuell verzweifelt, weil sie an für sie wichtige Medikamente nicht mehr herankämen. Ärzt:innen und Apotheker:innen seien unsicher und hätten die Behandlung und Versorgung mit Medizinalcannabis gestoppt.
In einem fünfminütigen Film schildern Patient:innen, teilweise auch Kinder und Jugendliche, Ärzt:innen, Apotheker:innen und Branchenvertreter:innen ihre Situation schildern.
Hinter dem Projekt stehen Cannamedical, Four 20 Pharma, Sanity Group und Demecan sowie der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA), Apotheke Lux99 und weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Pharmazie und Patientenversorgung.
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