Was Einnahmehinweise bedeuten

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Berlin -

Jeden Tag geben Apotheker und PTA ihren Kunden mehrfach Einnahmeempfehlungen zu den abgegebenen Medikamenten. Doch werden diese auch richtig verstanden? Ist den Kunden klar, was vor, während oder nach dem Essen bedeutet?

Zumeist werden kleine Dosieraufkleber auf dem Medikament befestigt, auf denen zusätzlich zur Einnahmemenge auch der Vermerk „vor/während/nach dem Essen“ angekreuzt werden kann. Einige Hersteller haben entsprechende Felder schon auf ihren Umkartons vorgesehen.

Fragt man jedoch beim Kunden nach, ob er weiß, wann er sein L-Thyroxin oder die Pantoprazol einnehmen soll, so kommt meistens der Satz: „Natürlich, ich nehme sie ja schon seit Jahren!“ Es lohnt sich trotzdem, zumindest noch einen kleinen Hinweis zu geben wie: „Das ist gut, viele Patienten nehmen das Schilddrüsenmedikament nämlich kurz vor dem Frühstück ein, das wäre nicht besonders sinnvoll.“ Manchmal kommt man dann nämlich doch noch ins Gespräch, wenn dem Kunden bewusst wird, dass er etwas falsch macht.

Es gibt gute Gründe, das empfindliche L-Thyroxin weder mit Ballaststoffen, noch mit calciumhaltigen Speisen oder Getränken einzunehmen – passt diese Einnahme dem Patienten nicht in die Alltagsroutine, so kann man ihm auch ein anderes Einnahmeschema empfehlen. Mindestens zwei Stunden sollte die letzte Mahlzeit her sein, bevor er zu Bett geht, dann kann das Präparat ebenso zur Nacht eingenommen werden. Das gleiche gilt auch für die Einnahme von Omeprazol oder Pantoprazol.

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