Apothekerinnen entwickeln Antibiotika-Aufkleber

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Berlin -

Zweimal täglich eine Tablette, das hat sich der Patient noch gemerkt. Aber soll er sein Antibiotikum nun vor dem Essen oder unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen? Da solche Informationen auf dem Weg von der Apotheke nach Hause oft verloren gehen, hat das Team der Margareten-Apotheke in Münster einen Aufkleber mit leicht verständlichen Hinweisen entwickelt.

„Bei der Abgabe von Antibiotika in der Apotheke ist der Kunde oft von den vielen Informationen, die er bekommt, überfordert. Allerdings ist die richtige Einnahme der Antibiotika für die Wirksamkeit der Therapie unerlässlich“, erklärt Apothekerin Sylke Bergmann, Inhaberin der Margareten-Apotheke. Das hat Bergmann und ihre beiden Approbierten Anna Fischer und Jessica Flühe auf die Idee mit den Aufklebern gebracht.

Was mit „Einnahmehinweisen für Sekundärpackmittel“ kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach: Auf den Aufklebern sind leicht verständliche Abbildung mit einer knappen schriftlichen Erklärung. Das Fachpersonal kann das entsprechende ankreuzen.

Zur Auswahl stehen „Schütteln“, Sonneneinstrahlung meiden“, Milchprodukte meiden“ sowie „Abstand zum Essen ____ h/min“ und „zum Essen einnehmen“. Auch wenn sich die Liste aus pharmazeutischer Sicht fast beliebig erweitern ließe, sind damit die wesentlichen Einnahmehinweise oder sonstige sicherheitsrelevante Informationen abgedeckt. Der Vorteil liegt auf beiden Seiten: Das Personal spart Zeit beim Vermerken der Angaben und der Patient erhält schriftlich einen leicht verständlichen als Gedächtnisstütze. Für seine eigene Übersicht erhält er den ebenfalls von der Apotheke entwickelten Antibiotikapass.

Ergänzend zu den Aufklebern haben Bergmann und ihre Kolleginnen ein Poster mit den gängigsten in der öffentlichen Apotheke vorkommenden Antibiotika erstellt. Dort können in Tabellenform alle Informationen zum Ausfüllen des Aufklebers schnell abgelesen werden.

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