FIP

Piktogramme für mehr Arzneimittelsicherheit

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Berlin -

Mit einer Sammlung an Piktogrammen nimmt sich der Weltapothekerverband FIP der globalen Flüchtlingskrise an. Bereits seit 2011 gibt es die Software zur Erstellung der anschaulichen Einnahmehinweise für Arzneimittel – jetzt stellte der FIP die arabische Version vor, mit der der Verband insbesondere auf die neun Millionen Syrer reagiert, die ihre Heimat zuletzt verlassen mussten.

Die schematischen Bildchen sollen Apothekern bei der pharmazeutischen Versorgung von Flüchtlingen helfen und die richtige Einnahme sicherstellen. Sie können Hilfsmittel sein, wenn Patient und Apotheker keine gemeinsame Sprache sprechen oder wenn Patienten nur schlecht lesen können. Bislang gab es die Software auf Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Maori, Deutsch, Chinesisch und Polnisch; jetzt ergänzt Arabisch das Angebot.

„Piktogramme übersetzen Anweisungen wie 'morgens einnehmen' oder 'nicht zum Essen einnehmen' in einfache Bilder. Die meisten FIP-Piktogramme wurden auf ihre Bedeutung geprüft, viele von ihnen wurden auch noch einmal überarbeitet, um die interkulturelle Verständlichkeit zu gewährleisten“, sagte Projektleiter Régis Vaillancourt vom Children’s Hospital im kanadischen Eastern Ontario.

Das Piktogramme-Projekt des FIP ist in den vergangenen acht Jahren entwickelt worden. Die Veröffentlichung der arabischen Version kommt gleichzeitig mit einem Update für die Piktogramm-Software PictoRx, mit der Apotheker einfache Anleitungen, Informationsblätter und Medikationskalender für ihre Patienten erstellen können.

„Apotheker haben die Pflicht, die korrekte Anwendung von Arzneimitteln sicherzustellen. Angesichts der zuweilen großen Sprachbarrieren bei Migranten können diese Piktogramme bei der Verbesserung der Compliance und der Arzneimittelsicherheit einen wichtige Rolle spielen“, sagte Vaillancourt. Auch bei älteren Patienten oder bei Personen mit geistiger Beeinträchtigung oder starker Sehschwäche könne die Software von großem Nutzen sein.

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