Repetitorium Antidepressiva

Vorsicht bei Johanniskraut und Ciclosporin APOTHEKE ADHOC, 01.09.2017 12:13 Uhr

Berlin - Pflanzliche Präparate werden von vielen Kunden meist als harmlose und sanfte Arzneimittel eingestuft. An Wechsel- oder Nebenwirkungen denken die wenigsten. Für Johanniskraut sind jedoch Wechselwirkungen mit Antikoagulantien, einigen Antidepressiva, Digitoxin oder HIV-Medikamenten bekannt. Aber auch bei Immunsuppressiva ist Vorsicht geboten.

Fall: Eine Kundin klagt nach schwerer Krankheit über leichte depressive Verstimmungen. Sie fühlt sich antriebslos und verlangt nach einem stimmungsaufhellenden Präparat. Sie habe einiges über Johanniskraut gehört und möchte das pflanzliche Arzneimittel ausprobieren, da sie bereits das Immunsuppressivum Ciclosporin einnehmen muss.

Analyse: Die gleichzeitige Einnahme von Johanniskraut und Ciclosporin ist nicht zu empfehlen. Die Kundin sollte beide Arzneimittel nicht zusammen einnehmen, da die immunsuppressive Wirkung herabgesetzt wird. Johanniskraut senkt die Plasmakonzentration von Ciclosporin und senkt so die Wirkung.

Johanniskraut ist in der Selbstmedikation bei leichten vorübergehenden depressiven Verstimmungen zugelassen. Nimmt die Schwere der Depression zu oder handelt es sich um eine mittelschwere bis schwere depressive Verstimmung unterliegen Johanniskrautpräparate der Verschreibungspflicht und werden von den Krankenkassen erstattet. Zudem gehört die Behandlung in ärztliche Hände.

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