Flugreisen, Erkältung oder Tauchen

Tipps gegen das „zugefallene Ohr“ Maria Köpf, 02.02.2018 15:00 Uhr

Berlin - Gerade im Winter fliegen viele Menschen mit leichtem Schnupfen oder verblasster Erkältung gen Süden. Im Stress wird schnell das Nasenspray vergessen und bei der Landung ist es passiert: Das Ohr ist „zugefallen“. Es fühlt sich an wie permanenter Druck und äußert sich in ein- oder beidseitiger Hörminderung. Das Phänomen ist keine Krankheit im klassischen Sinne, sondern ein Symptom mit der Bezeichnung „Barotrauma“. 65 Prozent der Kinder und 46 Prozent der Erwachsenen sind beim Fliegen davon betroffen. HNO-Ärzte raten vorbeugend zu abschwellenden Mitteln, Valsalva-Manövern und schneller Abklärung bei starken Schmerzen.

Einige Kunden suchen bei dauerhaftem Ohrendruck in der Apotheke Rat. „Seit der Landung höre ich auf einem Ohr nichts mehr, sodass ich meine Mitmenschen immer wieder bitten muss, lauter zu sprechen“, schildern Betroffene dann. Mitunter folgen zwei Wochen mit hohem Leidensdruck: Permanenter Ohrendruck, leichte Schmerzen und deutliche Hörminderung sind die Symptome. Viele Betroffene berichten auch, dass sie hören „wie durch Watte“ oder „wie unter Wasser“.

Das „Barotrauma“ ist Vielfliegern, Tauchern, Winterurlaubern und Autofahrern bekannt. Es kommt durch Druckausgleich-Störungen in lufthaltigen Körperhöhlungen zustande. Zugrunde liegt oft ein sogenannter Tubenkatarrh. Die Ohrtrompete – korrekterweise Eustachische Röhre, lateinisch Tuba auditiva Eustachii – öffnet sich durch Gähnen, Schlucken und Niesen oder mechanischen Druckausgleich, sorgt so für Belüftung und lässt angesammelte Flüssigkeit über Serumen oder Rachen abfließen.

Verschließt sie sich dauerhaft, liegt ein Tubenverschluss mit den genannten Symptomen vor. Beim Erwachsenen ist die Ohrtrompete übrigens als Verbindungskanal zwischen Nase und Ohren nur 3,75 cm lang, bei Kindern deutlich kürzer. Durch Entzündung kann der Tubus durch verdicktes Nasensekret und geschwollenen Kanal zu eng oder blockiert sein.

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