Halsschmerzen ohne Erkältung

Scharlach – wenn die Zunge himbeerrot wird

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Berlin -

Die bakterielle Infektion trifft vor allem Kinder zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr, Leitsymptom von Scharlach ist die himbeerrote Zunge. Zu dieser Symptomatik gesellt sich spätestens ab Tag 3 ein nicht juckender Hautausschlag. Eine schnelle antibiotische Therapie verkürzt die Ansteckungszeit.

Scharlach gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten. Ausgelöst wird die Erkrankung durch A-Streptokokken. Bis zur Einleitung der antibiotischen Therapie ist Scharlach hochansteckend. In Kindergärten und Grundschulen kommt es ab Oktober zu vermehrten Ausbrüchen.

Erkrankung prinzipiell mehrmals möglich

Normalerweise führen Streptokokken nur zu eitrigen Rachen- oder Mandelentzündungen. Die Scharlach-auslösenden Stämme hingegen produzieren Toxine, die dann zu den weiteren Symptomen führen. Da über 10 verschiedene Scharlachtoxine bekannt sind, ist eine Ansteckung generell mehrmals möglich. Eine Immunität besteht nach überstandener Infektion nur gegen das jeweilige Einzeltoxin.

Interessant: Jeder fünfte bis zehnte Mensch ist Träger der Scharlach-Erreger, ohne selbst zu erkranken.

Durch Sprechen, Husten oder Niesen werden die Erreger weitergegeben. Eine Ansteckung über kontaminierte Gegenstände ist selten, aber generell möglich. Doch selbst bei geteiltem Besteck ist die Ansteckung selten. Scharlach entsteht nur bei Ansteckung mit Streptokokken, die die jeweiligen Toxine produzieren können. Im Umkehrschluss: Nicht jede Streptokokken-Infektion führt zu Scharlach.

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