APOSCOPE-Umfrage

Ohne Streik gibt's nie mehr Geld APOTHEKE ADHOC, 24.08.2018 10:34 Uhr

Berlin - Besser als nichts: Irgendwie können alle mit dem neuen Tarifvertrag leben. Doch die Ergebnisse einer aktuellen APOSCOPE-Umfrage zeigen, dass 3 Prozent mehr allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Die Diskussion um die Gehälter der Apothekenmitarbeiter wird weitergehen. Denn zwischen der Einschätzung der Inhaber und ihrer Angestellten liegen Welten.

Fairer Deal?
Irgendwie sind alle Parteien der Meinung, dass man mit dem, was in Hamburg ausgehandelt wurde, zufrieden sein muss. Zwei Drittel der Inhaber (67 Prozent) sind der Meinung, das sei ein fairer Deal, mit dem beide Seiten leben könnten, 30 Prozent stimmen der Aussage überhaupt nicht zu. Auch knapp jede zweite PTA (48 Prozent) sieht den Tarifvertrag als akzeptablen Kompromiss, genauso wie 58 Prozent der Approbierten. 44 beziehungsweise 33 Prozent sind allerdings nicht dieser Meinung.

Tariflohn egal?
Viele Apothekenmitarbeiter werden – gerade wegen des Fachkräftemangels – über Tarif bezahlt. Ist der Tariflohn also ohne Bedeutung? Ja, finden 53 Prozent der Inhaber, 44 Prozent sehen das nicht so. Den Angestellten ist ein verbindlicher Tarifabschluss wichtiger: 61 Prozent stimmen der Aussage nicht zu, dass der Tariflohn ohne Relevanz ist. 33 Prozent der Approbierten und 28 Prozent der PTA stimmen der Aussage dagegen zu.

Nicht mehr drin?
Die Apothekenleiter sehen derzeit gar keine Möglichkeit für größere Gehaltssprünge. Solange das Apothekenhonorar stagniert, dürften auch die Tariflöhne nicht angepasst werden, finden 88 Prozent der Befragten. Dagegen stimmten nur 14 Prozent der PTA dieser Aussage zu und 30 Prozent der Approbierten. Umgekehrt finden nur 11 Prozent der Inhaber, aber 73 Prozent der PTA und 61 Prozent der angestellten Apotheker, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

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