Gehäufte Infektionszahlen

Herbstzeit ist Hand-Fuß-Mund-Zeit

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Berlin -

Die Hand-Fuß-Mundkrankheit wird durch Viren ausgelöst. Besonders zum Herbstbeginn steigen die Infektionszahlen. Meistens erkranken nur Kinder unter zehn Jahren, ab und an kann es aber auch Erwachsene treffen. Die Übertragung erfolgt über Körperoberflächen oder kontaminierten Oberflächen.

Mit der Hand-Fuß-Mundkrankheit müssen sich nahezu alle Eltern einmal im Leben beschäftigen. Denn die Erreger kommen ubiquitär und ganzjährig vor. Gerade in den Herbstmonaten kommt es zu gehäuften Fällen in Kita und Grundschule. Kinder über zehn Jahre erkranken nur noch selten an der Viruserkrankung, die durch Enteroviren der Gruppe A ausgelöst wird.

Übertragen wird die Erkrankung über Körperflüssigkeiten, Kot und kontaminierte Oberflächen. Nach Kontakt mit den Erregern treten die ersten Symptome nach drei bis zehn Tagen auf. Zunächst klagt das Kind über Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. Relativ rasch kommt Fieber hinzu. Charakteristisch für die Krankheit sind die Bläschen an und im Mund. Ein bis zwei Tage später kommt es zum Ausschlag an Handflächen und Fußsohlen. Bei atypischen Verläufen können auch andere Regionen des Körpers vom Ausschlag betroffen sein.

In den ersten sieben Tagen ist das Kind sehr ansteckend. Vor allem die Flüssigkeit in den Bläschen enthält viele Viren. Schätzungsweise bis zu 80 Prozent der Infektionen verlaufen symptomlos. Die Antikörper bilden sich dann, ohne dass die Eltern etwas von der Erkrankung wussten. Die meisten Kinder können mit fiebersenkenden Mitteln, juckreizlindernden Dermatika und Mundgelen mit Lokalanästhetika ausreichend behandelt werden. In den allermeisten Fällen heilt die Erkrankung komplikationslos aus. Eine spezifische Therapie existiert nicht. Zeigt das Kind Schmerzen beim Schlucken, sollte auf leicht zu kauende Nahrung umgestellt werden. Viele Kinder akzeptieren im akuten Krankheitsstadium eher kalte Speisen oder Eis.

Solange Aktusymptome bestehen, sollte das Kind aus der Kita oder Schule genommen werden. Ein Ausschluss über die gesamte Dauer der Infektion scheint laut Robert Koch-Institut wenig sinnvoll, da die Viren noch wochenlang ausgeschieden werden können und es zahlreiche asymptomatische Verläufe gibt.

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