Covid-19-Impfung

Hausärztin warnt Apotheken

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Gleiche Rahmenbedingungen gefordert

Die Hausärztin findet deshalb auch klare Worte: „Die Apotheken sollten jetzt klug handeln. Wenn meine Apotheke auf die Idee kommt, in das Impfgeschehen einzugreifen, dann werde ich eine entsprechende Antwort geben. Das lasse ich mir nicht gefallen.“ Aus berufspolitischer Sicht seien Impfungen bei anderen Heilberufler:innen schwierig, weil es die Stimmung untereinander verschlechtere. „Und wir wollen uns nicht auseinander differenzieren.“

Sollten die Apotheken tatsächlich in die Impfkampagne eingespannt werden, fordert Buhlinger-Göpfarth gleiche Rahmenbedingungen – also die gleichen Dokumentationspflichten, das gleiche Honorar und die gleichen Notfallseminare. „Und was passiert, wenn ein Patient nach der Impfung in der Apotheke umkippt? Wird dann der Hausarzt angerufen?“, fragt sie sich. „Eine Impfung bedeutet nicht nur eine Spritze, da steckt eine große Verantwortung dahinter.“ Dazu komme, dass es nicht genug Impfstoff gebe.

Bei den Tierärzt:innen will man sich dagegen zurückhalten. „Wir müssen uns nicht anbiedern“, sagt eine Sprecherin des Tierärzteverbands. Im Frühjahr habe man die Bereitschaft zur Teilnahme an den Corona-Schutzimpfungen signalisiert und sei auf Widerstand der Humanmediziner:innen gestoßen. Generell sei eine Impfung durch Tierärzt:innen aufgrund der Ausbildung machbar – anders als bei den Apotheker:innen. Allerdings müssten zuvor haftungsrechtliche Fragen geklärt werden. Eine Tierärzt:in dürfe etwa im Fall einer allergischen Reaktion auf die Impfung die Patient:in nicht behandeln, obwohl sie es könnte. Zudem müsse die Honorierung geklärt werden. „Es gibt die Bereitschaft unter den Tierärzten, manche wollen es auf keinen Fall“, so die Sprecherin. Dass die Impfungen in den Praxen stattfinden, sei unwahrscheinlich. Denkbar sei, dass die Veterinärmediziner:innen in Impfzentren immunisieren könnten.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) signalisieren generell ihre Bereitschaft. „Angesichts der viel zu hohen Infektionszahlen mit Rekordwerten steht die Zahnärzteschaft bereit, bei der dringend notwendigen Beschleunigung der Impfkampagne die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen. Wir müssen in dieser besonderen Ausnahmesituation alle verfügbaren Kräfte des Gesundheitssystems bündeln, um die vierte Corona-Welle zu brechen.“ Aber: Zahnärzte und ihre Teams seien bereit, bei der notwendigen Beschleunigung der Impfungen ärztliche Kolleg:innen „zunächst in externen mobilen Einheiten, Arztpraxen und Impfzentren zu unterstützen. Falls die pandemische Lage dies erfordern sollte, können darüber hinaus perspektivisch auch Impfungen in Zahnarztpraxen in Betracht gezogen werden. Hierfür fehlen derzeit jedoch noch entsprechende Voraussetzungen wie etwa Software-Tools.“

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