„Womit sollen die Apotheken impfen?“

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Berlin -

Der Hausärzteverband Baden-Württemberg hat angesichts der unzureichenden Versorgung der Hausarztpraxen mit Impfstoff keinerlei Verständnis für die Forderung der Gesundheitsminister der Länder, dass bald auch in Apotheken gegen das Coronavirus geimpft werden soll.

Mitten in der vierten Welle würden die Impfstofflieferungen an die Hausarztpraxen rationiert und stark gekürzt. Dies gelte sowohl für den Impfstoff von Biontech als auch für den Impfstoff von Moderna, so der Verband. In der Folge müssten die Praxen geplante Termine absagen oder aufwendig umplanen. So würden die Praxen zusätzlich belastet und das Impftempo ausgebremst.

„Wir erhalten zahlreiche Mitteilungen von Mitgliedern, dass sie bei Weitem nicht die gewünschten Mengen Impfstoff erhalten haben, die sie benötigen. Neben dem großen Aufwand, geplante Termine abzusagen und neue Termine zu vereinbaren, kommt jetzt der Vorschlag aus der Politik, die Apotheker sollen impfen. Aktuell reicht der Impfstoff offensichtlich noch nicht einmal für die niedergelassenen Ärzte, mit welchem Impfstoff sollen denn dann die Apotheken impfen?“, fragt sich Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbands Baden-Württemberg.

Der Hausärzteverband fordert weiterhin die uneingeschränkte Bestellmöglichkeit und Lieferung aller Impfstoffe. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte muss sichergestellt werden!

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