Fünf Tipps ...

... für die Beratung bei Schüßler-Salzen

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Berlin -

Schüßler-Salze haben als biochemische Funktionsmittel in Deutschland eine lange Tradition und werden gern zur Unterstützung vielfältiger Beschwerden verwendet. Sie sollen den Mineralstoffhaushalt der Zellen regulieren und ihn wieder ins natürliche Gleichgewicht bringen. Das Sortiment ist weitaus übersichtlicher als bei den klassischen Homöopathika. Dennoch muss sich der Kunde über die richtige Anwendung der Produkte bewusst sein. Dabei helfen ein paar einfache Tipps.

Tipp eins: Darreichungsform wählen. Schüßler-Salze werden zum großen Teil als Tabletten, etwas seltener als Globuli verkauft. Weniger bekannt, aber für bestimmte Beschwerden besser geeignet sind Cremes oder Lotionen. Gerade bei äußerlichen Beschwerden ist es sinnvoll, die Kunden auf diese Alternative aufmerksam zu machen. Grundsätzlich sollten Schüßler-Salze in Tabletten- oder Tropfenform mit 30 Minuten Abstand zum Essen angewendet werden. Damit soll eine Beeinträchtigung der Salze durch Lebensmittel verhindert werden.

Tipp zwei: Flüssig geht auch. Tabletten und Globuli müssen nicht unbedingt gelutscht werden. Man kann die Schüßler-Salze auch in Wasser geben und trinken. Die Tagesportion wird dabei in drei Teile geteilt. Morgens, mittags und abends wird jeweils eine Portion in einem Glas Leitungswasser aufgelöst und in kleinen Schlucken getrunken. Ob das Wasser warm oder kalt ist, spielt dabei keine Rolle. Am bekanntesten ist die „heiße Sieben“, die bei akuten Beschwerden unterschiedlichster Art angewendet wird: Dabei werden zehn Tabletten des Salzes Nummer 7, Magnesium phosphoricum, in eine Tasse heißes, abgekochtes Wasser gegeben.

Tipp drei: Im Mund behalten. Egal ob Tablette, Tropfen oder Pulver: Schüßler-Salze werden langsam eingenommen. Die Tabletten werden nicht geschluckt, sondern der Patient lässt sie langsam im Mund zergehen. Dadurch soll eine kontinuierliche Aufnahme über die Mundschleimhaut erfolgen. Auch wenn die Tabletten in Wasser aufgelöst werden, soll jeder Schluck eine kurze Zeit im Mund behalten werden, bevor geschluckt wird.

Tipp vier: Auch ohne Lactose und Gluten. Auch Kunden mit Lactose- oder Glutenintoleranz können Schüßler-Salze verwenden. Wer mit Lactoseintoleranz zu tun hat, dem kann am Besten die Einnahme von Tropfen empfohlen werden. Für Zöliakie-Patienten werden von verschiedenen Herstellern Tabletten angeboten, die anstelle von Weizenstärke Kartoffelstärke verwenden und damit glutenfrei sind.

Tipp fünf: Vorsicht vor zu großen Versprechungen. Schüßler-Salze können eine wertvolle Ergänzung bei einer großen Zahl von Beschwerden sein. Es ist aber wichtig den Kunden zu erklären, dass die Produkte kein Ersatz für ärztlich verschriebene Medikamente sind. Wer akut krank ist oder an chronischen Krankheiten leidet, sollte unbedingt einen Termin bei seinem Arzt vereinbaren.

Übrigens: In Schüßler-Salzen sind zwar Mineralstoffe enthalten, allerdings nicht in den Mengen, wie der Körper sie jeden Tag benötigt. Ein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung sind die Salze daher auf keinen Fall. Mineralstoffe müssen in ausreichender Menge mit der Nahrung oder – im Falle eines Mineralstoffmangels – durch entsprechende Tabletten eingenommen werden. Die Schüßler-Salze sind dafür nicht geeignet.

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