Ohrgeräusche

Fünf Tipps bei Tinnitus APOTHEKE ADHOC, 29.03.2019 13:20 Uhr

Berlin - Brummen, Pfeifen, Summen: Die beim Tinnitus entstehenden Ohrgeräusche können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Die Folge können psychische Beschwerden wie Depressionen, Angstzustände oder Schlafstörungen sein. Ein Tinnitus kann ein- oder beidseitig auftreten und in seiner Intensität unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bestehen die Phantomgeräusche länger als drei Monate, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Die Ursachen reichen von Stress über einen Hörsturz bis hin zu Gefäßverengungen oder Blockaden der Hals-Wirbelsäule. Oft sind die Geräusche mit einer Hörstörung verbunden. Medikamentös ist ein Tinnitus derzeit nicht heilbar, es gibt jedoch Tipps, die den Alltag erleichtern.

Tipp eins: Stille meiden und Ablenkung suchen
Vor allem nachts liegt der Fokus der Betroffenen auf den störenden Geräuschen: In der Stille erscheinen sie um ein Vielfaches lauter. Durch die Konzentration auf das Piepen und Surren wird der Leidensdruck auf Dauer extrem erhöht. Um das Einschlafen zu erleichtern, kann leise Musik helfen: Sie sollte etwas lauter als das eigentliche Tinnitus-Geräusch sein, um es zu überspielen. Auch das Aufstellen von plätschernden Zimmerbrunnen kann helfen, den Fokus umzulenken.

Tipp zwei: Gehörschutz tragen und Lärmquellen meiden
Bei lauten Aktivitäten oder einem Konzertbesuch sollten Betroffene unbedingt einen Gehörschutz tragen. Auch im Alltag kann es helfen, Ohrstöpsel griffbereit zu haben: So können in Akutsituationen Lärmgeräusche abgedämpft werden. Solche Störfaktoren können zum Beispiel der Straßenverkehr oder U-Bahn-Geräusche sein. Lärmquellen können die Symptomatik extrem verstärken und sogar Auslöser für einen Tinnitus sein. Daher sollte auch das Hören von lauter Musik vermieden werden.

Tipp drei: Tagebuch führen und Trigger finden
Tinnitus kann verschiedene Ursachen haben: Um die Auslöser zu identifizieren, ist es sinnvoll, ein Tagebuch zu führen. Auch spezielle Apps sind gut geeignet. Betroffene können Ernährung, Freizeitaktivitäten und den Konsum von Genussmitteln dokumentieren. Nikotin, Alkohol oder Koffein wirken anregend auf das Nervensystem: Häufig werden die Symptome durch deren Konsum verstärkt. Betroffene, die empfindlich reagieren, sollten daher Zigaretten, Kaffee und Alkohol meiden. Durch das Tagebuch kristallisieren sich häufig aber auch andere Trigger heraus. Eine gründliche Analyse kann diese Trigger ermitteln, damit sie in Zukunft gemieden werden können.

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