Corona befeuert Personalnot in Apotheken

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Berlin -

Die steigenden Zahlen an Neuinfektionen von Covid-19-Erkrankten stellt die angespannte Personalsituation in vielen Apotheken vor neue Herausforderungen. Denn Schul- und Kita-Öffnungen sorgen dafür, dass sich Kinder von Mitarbeiter:innen mitunter mehr anstecken sowie positiv getestet werden und dann zu Hause betreut werden müssen.

Fast täglich werden aus den Ländern neue Corona-Höchstwerte gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen steigt ungebrochen weiter und liegt bei mehr als 76.400 – in Sachsen wurden im Landkreis Erzgebirkskreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 2000 registriert. Auch in den Apotheken sind die Ausfälle spürbar. Dass die Schulen und Kindergärten weiter offen bleiben, sei für Eltern eine gute Nachricht, sagt Thomas Harren. Der Inhaber der Nord-Apotheke in Hamm ist selbst Vater und froh, dass die Betreuungseinrichtungen geöffnet haben.

Häufige Ausfälle wegen Fälle in der Familie

Mit Sorge betrachtet er jedoch die Infektionszahlen bei den Kindern. „Ich kann nicht verstehen, dass es keine Maskenpflicht am Schulplatz gibt“, sagt er. Seine Kinder tragen die Schutzmasken dennoch und seien geimpft. Allerdings käme es häufiger vor, dass Mitarbeiterinnen ihm von einer Covid-19-Erkrankung ihrer Kinder berichteten. „Ich lasse sie dann auf meine Kosten zu Hause“, sagt Harren. In der aktuellen vierten Welle sei dies bereits zweimal vorgekommen. Auch zuvor habe es mehrere Ausfälle gegeben.

Für Eltern, die vollständig geimpft oder genesen sind sowie keine Symptome aufweisen, gilt aktuell keine Quarantänepflicht. Das heißt, sie könnten eigentlich zur Arbeit gehen. Für Harren ist es keine Frage, dass er seinen Angestellten in der Zeit der Freistellung auch weiterhin Lohn zahlt.Die Elternteile fielen aus, bis das Kind wieder negativ getestet sei. Das kann einige Tage Zeit in Anspruch nehmen, in denen dann Harren versucht, die Personallücke zu schließen.

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