Jeder zweite Inhaber für Impfpflicht im Team

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Berlin -

Derzeit ist die Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte oder andere Gesundheitsberufe eine theoretische – es ist gar nicht genug Corona-Impfstoff verfügbar. Für die Diskussion werden auch neue Erkenntnisse entscheidend sein, ob oder in welchem Umfang eine Impfung die Übertragbarkeit verhindert. In den Apothekenteams gehen die Meinungen zu dem Thema auseinander.

Insgesamt ist die Impfbereitschaft vor allem unter PTA nicht besonders groß. Laut einer aktuellen aposcope-Befragung wollen sich nur 65 Prozent von ihnen impfen lassen. Unter den befragten Apothekern waren es dagegen 83 Prozent. Insgesamt ist die Impfbereitschaft in Apotheken im Westen (81 Prozent) größer als im Osten (67 Prozent), im Norden und Süden liegen die Werte dazwischen. Allerdings ist – verglichen mit früheren aposcope-Befragungen – eine eindeutig steigende Tendenz zu beobachten.

Die Apothekenteams dürften ihrerseits eine erhebliche Rolle spielen, wenn es um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung geht: Ihre Einschätzung ist gefragt und Corona permanent Thema in der Offizin. 80 Prozent der Apotheker, aber nur 54 Prozent der PTA gaben an, sie würden alles dafür tun, dass sich möglichst viele Kunden der Apotheke gegen Corona impfen lassen.

Anderen Umfragen zufolge will sich nicht einmal die Hälfte der Pflegekräfte impfen lassen, und etwa drei Viertel der Ärzte. In der Politik wird deshalb aktuell über eine Impfpflicht für Pflegekräfte diskutiert. Der Vorstoß, der vor allem von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forciert wird, ist allerdings hochumstritten. Auch in der Apotheke überwiegt die Ablehnung: 51 Prozent sind gegen eine Impfpflicht für Pflegeberufe, 44 Prozent dafür. Unter den befragten Inhabern ist das Verhältnis dagegen 64 zu 36 Prozent pro Impfpflicht.

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