Corona-Schutz

Impfbereitschaft in Apothekenteams steigt

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Berlin -

Die geringe Impfbereitschaft bei den Pflegekräften hat für Diskussionen gesorgt, auch über eine Impfpflicht wird debattiert. Bei den mehr als 160.000 Inhabern sowie Angestellten in den Apotheken ist das Interesse, sich gegen Corona impfen zu lassen, zuletzt deutlich gestiegen, wie eine aposcope-Umfrage zeigt.

Laut aposcope-Befragung wollen sich drei von vier Personen, die in Apotheken arbeiten, gegen das Coronavirus impfen lassen. Unter Apothekerinnen und Apothekern sind es 83 Prozent, bei den PTA 65 Prozent. Verglichen mit früheren aposcope-Befragungen steigt die Impfbereitschaft deutlich an: Noch Anfang Dezember waren es 70 Prozent der Approbierten sowie 46 Prozent der PTA. Eine Impfpflicht fürs Apothekenteam befürworten dagegen nur 35 Prozent der Befragten.

Die Apothekenmitarbeiter dürften ihrerseits eine erhebliche Rolle spielen, wenn es um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung geht: Ihre Einschätzung ist gefragt und Corona permanent Thema in der Offizin. 80 Prozent der Apotheker sowie 54 Prozent der PTA gaben an, sie würden alles dafür tun, dass sich möglichst viele Kunden der Apotheke gegen Corona impfen lassen.

Ein Grund für die geänderte Einschätzung dürfte das aktuelle Infektionsgeschehen sein. 79 Prozent gehen davon aus, dass sich das Coronavirus in den nächsten Wochen weiter ausbreiten wird. Mehr als zwei von drei Befragten aus der Apotheke fürchten, dass der Höhepunkt noch nicht erreicht ist und dass viele Menschen an der Infektion sterben werden. 58 Prozent haben Angst, dass sie sich selbst infizieren werden.

An der aposcope-Umfrage nahmen am 12. Januar 309 verifizierte Apothekerinnen und Apotheker sowie PTA teil.

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