Lockdown: Apothekenteams befürworten Verlängerung

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Berlin - Die Aussicht, dass der Lockdown heute bis 14. März verlängert wird, schockiert viele Menschen. Laut einer Mehrheit der Deutschen sollten Schulen, Kitas und Einzelhandel bald wieder geöffnet werden. Bei den Apothekenteams zeigt sich ein anderes Bild. Ein Großteil hält eine Verlängerung des Lockdowns für notwendig – auch wegen der grassierenden Virus-Mutationen.

Auch wenn die Apotheken geöffnet sind: Der Lockdown hinterlässt auch bei ihnen Spuren, psychisch genauso wie finanziell. Trotzdem finden Inhaber und Angestellte, dass beim Thema Lockerungen Vorsicht geboten ist: Fast zwei Drittel (63 Prozent) halten laut einer neuen aposcope-Umfrage eine Verlängerung des aktuellen Lockdowns für notwendig. Unter den Apotheker*innen liegt der Anteil mit 70 Prozent sogar noch höher, wogegen die Zustimmung unter den PTA zwar etwas geringer ausfällt, jedoch trotzdem die Mehrheit bildet (57 Prozent).

Das dürfte auch mit der Sorge vor den Virus-Mutationen B.1.351 aus Südafrika und B.1.1.7 aus Großbritannien zusammenhängen, die sich auch in Deutschland inzwischen weiter ausbreiten. Mehr als drei Viertel der befragten Apotheker*innen und PTA (78 Prozent) zeigen sich im Hinblick auf die Mutationen besorgt, wobei auch hier die Angst bei den Apotheker*innen (81 Prozent) offenbar noch größer ist als bei den PTA (74 Prozent).

aposcope befragt seit Februar 2020 regelmäßig verifizierte Apotheker*innen und PTA online zum Thema Coronavirus. An der aktuellen Umfrage nahmen am 10. Februar insgesamt 311 Apotheker*innen und PTA teil.

In der Bevölkerung scheint dagegen mit den sinkenden Infektionszahlen auch die Akzeptanz für die ergriffenen Schritte zur Eindämmung der Pandemie abzunehmen. Zwar hält in einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap unter 1000 Befragten rund die Hälfte (51 Prozent) die aktuellen Maßnahmen für angemessen. Im Dezember 2020 waren es jedoch noch fast 20 Prozent mehr (69 Prozent). Knapp einem Viertel der Teilnehmer*innen (22 Prozent) an der Februar-Umfrage gehen die Maßnahmen zu weit, das sind 8 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Monaten.

So wundert es nicht, dass Lockerungen gefordert werden. Wie weitere Ergebnisse des Meinungsforschungsinstituts Kantar von Anfang Februar unter 560 Befragten zeigen, sind 78 Prozent für eine Öffnung von Schulen und Kitas, 73 Prozent wollen den Einzelhandel wieder öffnen und immerhin 62 Prozent plädieren für eine Öffnung des Hotel- und Gaststättengewerbes.

 

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