Digitale-Versorgung-Gesetz im Bundesrat

TI-Anschluss-Frist für Apotheken beschlossen

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Auch Videosprechstunden sollen einfacher zugänglich werden: Die Aufklärung dafür darf künftig auch online, also im Rahmen der Videosprechstunde selbst, erfolgen. Bisher waren dazu Beratungsgespräche im Vorfeld nötig. Neben der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und dem E-Rezept können künftig auch alle weiteren veranlassten Leistungen wie Heil- und Hilfsmittel oder die häusliche Krankenpflege auf elektronischem Weg verordnet werden.

Bislang ist die Regelung so, dass Ärzte für ein versendetes Fax mehr Geld erhalten als für das Versenden eines elektronischen Arztbriefs. Das ändert sich: Künftig erhalten Ärzte eine deutlich geringere Erstattung für die Übermittlung eines Telefax. Dadurch soll es attraktiver werden, den Arztbrief elektronisch zu übermitteln. Außerdem haben Ärztinnen und Ärzte künftig mehr Möglichkeiten, sich auf elektronischem Weg mit Kollegen auszutauschen. Wer einer gesetzlichen Kasse freiwillig beitreten möchte, kann das künftig auch elektronisch tun.

Eine neue Verpflichtung für die Krankenkassen stellen auch die Ausklärungsangebote zur digitalen Gesundheitsförderung dar. Die Versicherten sollen dabei auf Wunsch den Umgang mit digitalen Verfahren und Anwendungen wie den Einsatz von Gesundheits-Apps oder der elektronischen Patientenakte erlernen können. Damit soll laut BMG sichergestellt werden, dass alle Versicherten an den Potenzialen der Digitalisierung gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben können. Damit die groß genug sind, soll die Innovationskraft des Gesundheitswesens gestärkt werden. Zu diesem Zweck wird durch das DVG der Innovationsfonds bis ins Jahr 2024 verlängert und mit jährlich 200 Millionen Euro ausgestattet. Die Krankenkassen dürfen künftig Start-ups und innovative Lösungen im Gesundheitssystem fördern, indem sie direkt in sie investieren oder sich an darauf spezialisierten Wagniskapitalfonds beteiligen.

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