Berufsrecht

Steinmeier: Berufsverbot für korrupte Ärzte

, Uhr

Berufsverbot? Härtere Strafen? Ein Internet-Pranger? Berichte über betrügerische Ärzte haben eine heftige Debatte über Konsequenzen ausgelöst. Koalition und Opposition dringen auf ein härteres Vorgehen. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier forderte im „Spiegel“ angesichts der Organspendeskandale Berufsverbote: „Ärzte, die aus persönlichem Gewinnstreben gegen Regeln verstoßen haben, dürfen nicht mehr als Ärzte tätig sein.“

Die SPD dringt schon länger auf eine Gesetzesreform: „Wir brauchen einen regelrechten Paragrafen im Strafrecht bei Korruption von niedergelassenen Ärzten“, sagte ihr gesundheitspolitischer Fraktionssprecher Professor Dr. Karl Lauterbach der Passauer Neuen Presse.

Linke-Chef Bernd Riexinger betonte, Korruption im Gesundheitswesen sei kein Kavaliersdelikt. Wenn Ärzte, Praxen oder Gesundheitskonzerne erwiesenermaßen korrupt seien oder die Kassen betrogen hätten, dann sollten sie auf eine amtliche Liste kommen, die jeder im Internet abrufen könne, sagte er dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Medizinstudierende berichten
Sexuelle Belästigung auf dem Ärztetag
Womöglich 70.000 Datensätze betroffen
Hacker-Angriff auf Rezeptprüfer
Keine Zeit für „Smalltalk und Häppchen“
Aus Protest: Klinikgesellschaft sagt Sommerempfang ab
Mehr aus Ressort
Mangelnde Temperaturkontrolle bei Versendern
FA: Warum zahlen Kassen wirkungslose Medikamente?

APOTHEKE ADHOC Debatte