Nord-Apotheker pro Beherbergungsverbot

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Berlin - Erstmals seit April wurden an einem Tag mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Politik berät über neue Maßnahmen, heute trifft sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Heiß diskutiert ist aktuell das Beherbergungsverbot. Unter den Apothekenteams gibt es bei dem Thema ein eindeutiges Nord/Süd-Gefälle.

Laut einer aposcope-Umfrage sind die Apothekenteams insgesamt gespalten in der Frage, ob Beherbergungsverbote in anderen Bundesländern für Personen aus Risikogebieten eine geeignete Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Infektionen sind: 46 Prozent stimmen zu, 47 Prozent sind dagegen, der Rest enthält sich. Knapper geht es nicht.

Markante Unterschiede finden sich allerdings zwischen den Berufsgruppen: Während unter den befragten PTA eine Mehrheit von 55 Prozent die Beherbergungsverbote für sinnvoll erachtet, sind es unter den Apothekern nur 37 Prozent.

Sehr eindeutig ist auch die regionale Verteilung: Während die Zustimmung für Beherbergungsverbote im Osten, Westen und Süden zwischen 41 und 44 Prozent liegt, weichen die Befragten im Norden mit einem Wert von 61 Prozent deutlich nach oben ab. Das passt zur Haltung der politischen Spitze. So verteidigt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Maßnahme im ARD-Morgenmagazin „Ich bin nicht für eine Lockerung des Beherbergungsverbotes, und das wird Mecklenburg-Vorpommern auch nicht mitmachen. Wir sind mit unseren strengen Regeln von Anfang an in der Corona-Zeit gut gefahren. Wir haben die niedrigsten Infektionszahlen, obwohl wir dreimal so viele Touristen beherbergt haben, wie wir eigentlich Menschen im Land sind.“

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