Allensbach-Elite-Umfrage

K-Frage: Führungskräfte wollen Spahn im Kanzleramt Lothar Klein, 27.07.2020 13:39 Uhr

Berlin - In der Sommerloch-Diskussion um die Kanzlerkandidatur mischen jetzt auch noch die Meinungsforscher aus Allensbach mit. Mehr als 500 Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik haben ihr Votum über die Bundespolitik abgegeben und zwei Botschaften platziert: Viel positiver als in früheren Krisen beurteilen Deutschlands
 Führungskräfte die Arbeit der Politik in der Corona-Krise. Und sie geben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch bessere Noten als Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist bei den Führungskräften weit abgeschlagen.

Am Wochenende kochten die Medien erneut die ungelöste K-Frage der Union auf heißer Flamme. Wer soll Angela Merkel im Kanzleramt beerben? Wer hat die besten Aussichten, für die Union die meisten Stimmen bei der Bundestagswahl 2021 zu holen. CDU-Gesundheitspolitiker Michael Hennrich hatte bereits vor Wochen im Gespräch mit APOTHEKE ADOC Spahn zu seinem persönlichen Favoriten erklärt. Inzwischen haben sich mehrere CDU-Politiker aus Baden-Württemberg dieser Meinung öffentlich angeschlossen. Mehr noch: In der CDU wachsen die Zweifel an NRW-Ministerpräsident Laschet, der für viele als erste Wahl galt – auch weil er dem mitgliederstärksten Landesverband NRW vorsteht, der auf CDU-Parteitagen rund ein Drittel der Delegierten stellt.

Inzwischen gilt Laschet jedoch selbst bei seinen Fans als angeschlagen. Und es macht sich die Sorge breit, dass am Ende davon Friedrich Merz und das konservative Lager der Union profitieren und die Wahl zum neuen CDU-Vorsitzenden für sich entscheiden könnten. Daher trommeln jetzt die Merz-Gegner für Spahn. Es könne und dürfe nicht sein, dass Laschets Schwäche den Ausschlag gebe für das Merz-Lager, heißt es dort. Daher werden die Stimmen lauter, die Spahn auffordern, nicht als Laschets Vize, sondern selbst für den CDU-Parteivorsitz zu kandidieren.

Neue Argumente dafür liefert jetzt die Allensbach-Umfage. 90 Prozent der über 500 Führungskräfte loben die Arbeit der großen Koalition in der Corona-Krise. War die Bundesregierung vor Ausbruch der Pandemie jahrelang als „zu schwach“ beurteilt worden, gibt es in deutschen Chefetagen nun kaum noch Zweifel an ihrer Handlungsstärke. Das zeigt das aktuelle Allensbach-Elite-Panel unter anderem für die FAZ. Das Ergebnis verwundert selbst die erfahrene Allensbach-Chefin Renate Köcher. „Ich kann mich in Jahrzehnten nicht an eine solche Zustimmung zur Regierung erinnern“, zitiert sie die FAZ. Selbst in der Finanzkrise 2008 habe die Regierung nicht derart hohe Werte bekommen.

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