Wer weiß was über Lieferengpässe

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Berlin -

Seit Jahren berichten Apotheker immer wieder über Lieferprobleme. Betroffen war kürzlich beispielsweise Brilique (Ticagrelor), Novaminsulfon oder Metoprolol. Obwohl die Bundesregierung kein grundsätzliches Versorgungsproblem sehen will, startet heute beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn der erste Jour Fixe zu Versorgungs- und Lieferengpässen. Neben dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) sind die Bundesoberbehörden sowie „Fachkreise“ eingeladen: Hersteller, Großhandel und Apotheker.

Nach Auskunft des BMG sind vom ersten Treffen keine konkreten Ergebnisse zu erwarten. Auf „Arbeitsebene“ sollen vielmehr die nächsten Treffen vorbereitet werden. Es geht um die Terminierung, die Struktur der Themen und um einen ersten Informationsaustausch: Wer weiß was über Lieferengpässe.

Bislang sah das BMG keinen Anlass, in den Markt einzugreifen. Im „Jour Fixe“ ist nur geplant, „alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam die Versorgungslage zu beobachten und zu bewerten.“ In welchem Turnus das „Jour Fixe“ stattfinden soll, steht laut BMG noch nicht fest.

Aus Sicht der Bundesregierung sind Störungen im Produktionsprozess die Hauptursache für Lieferengpässe. Auch unterschiedliche Vertriebswege hätten „Einfluss“ auf die kurzfristige Verfügbarkeit von Arzneimitteln, räumte das BMG in einer Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke Probleme ein. Allerdings hätten diese „nach Kenntnis der Bundesregierung bislang nicht zu einem Engpass in der Versorgung geführt“, schrieb BMG-Staatssekretärin Ingrid Fischbach (CDU). Im Pharmadialog sei zudem vereinbart worden, Zulassungsbehörden und Kliniken frühzeitiger über drohende Lieferproblem zu informieren.

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