Versorgungsengpässe: Liste bis November

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Berlin -

Spätestens bis Anfang November soll eine verbindliche Liste über Wirkstoffe erstellt werden, bei denen Engpässe besonders heikel sind. Darauf verständigten sich die Teilnehmer des ersten Jour fixe beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. Eine vollständige Liste mit allen aktuell nicht lieferfähigen Arzneimitteln – wie von den Apothekern gewünscht – wird es dagegen nicht geben.

Neben dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) waren zum ersten Jour fixe die Bundesoberbehörden sowie „Fachkreise“ eingeladen: Hersteller, Großhandel und Apotheker. Als erstes stellte das federführende BfArM klar, dass Gegenstand des Jour fixe ausschließlich Versorgungsengpässe sein werden. Die sonstigen Lieferprobleme der Vor-Ort-Apotheken bei Rabattarzneimitteln wurden damit ausgeklammert und sollen auch später nicht behandelt werden.

Vertreter der ABDA hatten dem Vernehmen nach eine vollständige Liste gefordert, damit sich die Apotheken besser vor Retaxationen der Krankenkassen schützen können. Doch BMG und BfArM sowie die Herstellerverbände wollten sich auf versorgungsrelevante Medikamente konzentrieren.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die verschiedenen derzeit kursierenden Wirkstofflisten nicht vollständig sind. Entsprechende Aufstellungen gibt etwa von der WHO oder dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Daher wurde der Auftrag erteilt, die Listen bis zum nächsten Treffen Ende Oktober oder Anfang November abzustimmen und zu einer vollständigen Liste zusammenzuführen.

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