Boehringer verdächtigt Großhändler

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Berlin - Der Hersteller Boehringer Ingelheim beschuldigt die Großhändler indirekt, das Diabetesmittel Jardiance (Empagliflozin) nicht nur an deutsche Apotheken zu verkaufen. Anders kann man sich die aktuellen Lieferengpässe beim Konzern nicht erklären. Die Apotheker sollen notfalls über die Plattform Pharma-Mall direkt bei Boehringer bestellen.

Laut Boehringer ist die Nachfrage nach den erfolgreichen Preisverhandlungen und der Veröffentlichung neuer wissenschaftlicher Daten deutlich gestiegen. Angesichts dieser steigenden Absatzprognosen würden die Liefermengen deutlich gesteigert. „Dennoch müssen wir feststellen, dass einzelne Apotheken bei uns reklamieren, vom pharmazeutischen Großhandel mit Jardiance nicht ausreichend versorgt zu werden“, teilt der Hersteller mit, der das Präparat gemeinsam mit Lilly vermarktet.

Boehringer sieht die Schuld an dem partiellen Mangel nicht in der eigenen Produktion – sondern bei den Großhändlern: Aktuelle Marktdaten zeigten, dass man in den vergangenen Wochen deutlich größere Mengen Jardiance an den deutschen Handel geliefert habe, als an Patienten in Deutschland abgegeben wurde, so der Hersteller.

Der Ingelheimer Konzern bietet ab sofort die Möglichkeit der Direktbestellung: „Sollte der Großhandel nicht sofort lieferfähig sein, nehmen wir zusätzlich ab dem 4. April 2016 Ihre Bestellungen direkt entgegen“, heißt es in einem Schreiben an Apotheken. Allerdings können diese ausschließlich über die Plattform Pharma-Mall platziert werden. Das sorgt bei anderen Herstellern immer wieder für Ärger, weil nicht alle Apotheken sich in diesen Kanal zum Direktbezug zwingen lassen wollen.

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APOTHEKE ADHOC Debatte

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