AOK-Rabattverträge

Heumann holt Sildenafil, Zentiva verteidigt Metamizol Nadine Tröbitscher, 12.10.2017 13:53 Uhr

Berlin - Sparen mit Tranche 19: Bis zum 30. August konnten Hersteller ihre Angebote für die nächste Runde der AOK-Rabattverträge abgeben. Jetzt sind die Zuschläge bekannt – auf die Apotheken kommt Einiges zu. Für Apotheker heißt es Mehrarbeit.

Die Rabattverträge der Tranche 19 werden am 1. April kommenden Jahres starten und sind bis zum 31. März 2020 gültig. Insgesamt wurden 119 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit insgesamt 122 Fachlosen ausgeschrieben. Nur 27 Fachlose wurden im Mehrpartnermodell an drei Hersteller vergeben. Somit bleibt der Großteil im Einpartnermodell. Insgesamt sind 46 Anbieter unter Vertrag. Die neue Runde löst die Tranchen 15 und 16 ab. Nach Apothekenverkaufspreis (AVP) haben die neuen Rabattverträge ein Umsatzvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro. Die umsatzstärksten Wirkstoffe sind der Protonenpumpenhemmer Pantoprazol und das Schmerzmittel Metamizol.

Zehn Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen wurde zum ersten Mal ausgeschrieben. Ein Grund ist der Ablauf von 30 Patenten im deutschen Markt. Neu sind zum Beispiel Rabattverträge für die Fixkombination Abacavir/Lamivudin für die Behandlung von HIV, Sildenafil für die Therapie der pulmonalen arteriellen Hypertonie, die Kombination Alendronsäure/Colecalciferol zur Osteoporosetherapie oder Palonosetron zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie.

In allen acht Gebietslosen hat die Bietergemeinschaft Teva/Ratiopharm den Zuschlag für die Kombinationen Abacavir/Lamivudin und Alendronsäure/Colecalciferol erhalten. Für Sildenafil konnte sich die Bietergemeinschaft Heumann/Heunet durchsetzen. Palonosetron geht an Accord.

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